Sonntag, 29. November 2020
18.11.2020 06:06
Trainpferde

Armee kauft 26 Freiberger

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Anlässlich des diesjährigen Pferdeankaufs hat die Schweizer Armee 26 Freibergerpferde und ein Maultier erworben. Aufgrund der aktuellen Lage hat der Ankauf auf dem Gelände des Nationalen Pferdezentrums (NPZ) in Bern über zwei Tage und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt gefunden.

Normalerweise findet der alljährliche Pferdeankauf der Armee unter dem Beisein vieler Interessierter aus der Freibergerszene statt. Händler und Züchter treffen sich auf dem Areal des Nationalen Pferdezentrums in Bern um ihre Tiere dem Ankaufskommission der Schweizer Armee zu präsentieren und im besten Falle am Schluss des Tages, nach traditionellem Handschlag ganz nach alter Händler und Militärmanier, mit einem Kaufvertrag in der Tasche nach Hause zu fahren. 

Nicht so zu  Zeiten von Corona. Händeschütteln ist längst zum absoluten No-Go mutiert und Veranstaltungen dürfen nur mit entsprechenden Hygienekonzepten und Bedingungen durchgeführt werden. 

Weniger Tiere präsentiert

Bereits im Vorfeld war klar, dass der Ablauf beim Ankauf angepasst werden muss.   «Der Trainpferdeankauf ist immer ein grosser Event im NPZ. Deshalb war es natürlich zuerst eine grosse Enttäuschung für uns, dass wir den Ankauf unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen mussten», sagt Salome Wägeli, Leiterin des NPZ auf Anfrage. 

Das Verständnis, ob dem Entscheid den Ankauf mit angepassten Rahmenbedingungen durchzuführen, sei jedoch insgesamt gross gewesen.  «Viele Verkäufer waren froh, dass der Ankauf überhaupt stattgefunden hat», so Wägeli. Dennoch seien relativ wenige Freiberger am Ankaufstag präsentiert worden.

Hochstehende Qualität

«Wir erwarteten, dass dieses Jahr nicht viele Tiere vorgestellt werden, da wir von verschiedenen Seiten gehört haben, dass dieses Jahr der Markt für Freizeitpferde, insbesondere für Freiberger, sehr gut lief», äussert sich Wägeli. 

Dafür sei die Qualität der gezeigten Tiere gut gewesen.  «Es wurde ein qualitativ hochstehendes Lot an Pferden selektioniert, die aus unserer Sicht alle Voraussetzungen mitbringen, um zukünftig als Trainpferde zu dienen», meint die Betriebsleiterin. 

Chance für junge Pferde

Trotz einer «etwas tristen Veranstaltung» am ersten Ankaufstag, so ohne Besucher, zieht Wägeli eine positive Bila z und verweist vor allem auf einen unerwarteten Vorteil:  Durch die zweitätige Selektion konnten die jungen Pferde viel lockerer und stressfreier am zweiten Tag den Fahrtest absolvieren.

«Unseren Ausbildnern der Trainpferde hat vor allem auch die Durchführung des Fahrtests in diesem Rahmen sehr gut gefallen. Die zum Teil noch sehr jungen Pferde haben so eine faire Chance, sich von ihrer besten Seite zu zeigen – ohne dem Stress beim gutbesuchten Ankaufstag ausgesetzt zu sein. Die diesjährige Selektion kam definitiv den Pferden entgegen», », erklärt sie.

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