Freitag, 5. März 2021
13.07.2020 13:20
Viehzucht

„Klon-Verbot“ an Ausstellungen

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Von: rup

Am 1. Juli trat die neueste Version des ASR-Ausstellungsreglements in Kraft. Der Kernpunkt: Klontiere und ihre Nachkommen dürfen nun nicht mehr ausgestellt werden. Ansonsten droht eine happige Strafe.

Im ASR-Ausstellungsreglement ist neu ein Verbot für das Ausstellen von Klontieren oder deren Nachkommen gemäss Branchenlösung für die Schweizer Landwirtschaft festgehalten. Die vom Schweizer Bauernverband (SBV) initiierte Branchenlösung wurde am 1. Januar 2019 eingeführt. Damit sind Nachkommen von Klontieren bis in die zweite Generation verboten. 

Strafe droht

Sanktioniert sollen die Züchter bereits werden, sobald sie ein Klontier oder dessen Nachkommen für eine Ausstellung anmelden oder es dort ausstellen. Neben dem Ausschluss des Tieres vom Wettbewerb erwartet den Züchter auch eine Verwarnung. Zudem erwartet den Aussteller im Wiederholungsfall eine 13-monatige Ausstellungssperre.

Vor allem Schaubereich betroffen

Aufgekommen ist das Thema Klonen in erster Linie mit der Kuh KHW Regiment Apple. Aus ihren Klonen entstand der Stier Mr Dymentholm Avalanche. An den Schauen in Amerika ist er insbesondere bei den Red Holstein-Tieren momentan das Mass der Dinge. Der Avalanche-Sohn Riverdown Unstopabull räumt der bei den Rinderschauen in Amerika gross ab. Seine ersten Töchter kommen jetzt vielversprechend in Milch. 

Embryo- und Samenimport

Diese Erfolge veranlassten offenbar mehrere Schweizer Züchter Embryonen zu importieren oder, im Falle von Unstopabull, Samen davon einzusetzen. Die ersten vier Nachkommen von Unstopabull sind bei den Zuchtverbänden bereits registriert. Von Avalanche sind neun Nachkommen erfasst. Eine davon wurde als Erstlaktierende mit VG-85 eingestuft. An der Junior Bulle Expo 2019 wurde sie ausgestellt. Eine weitere Anmeldung dieser Kuh an eine Ausstellung erübrigt sich nun also. Der Vollbruder dieser Kuh wurde breit im Natursprung eingesetzt. Es fragt sich, wo die Milch von seinen Töchtern in Zukunft abgeliefert werden soll, wo ja das Branchenreglement Suisse Garantie für Milch und Milchprodukte ein Klonverbot enthält.

 

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