5.09.2013 18:37
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf/sam
Braunvieh
1348 kg schwerer Brocken wird Mister Stierenmarkt Zug 2013
Mister Original Braunvieh des Zuger Stierenmarkts 2013 heisst Lardon, gehört Silvia Bähler-Eggerschwiler aus Merlischachen und ist nicht weniger als 1348 kg schwer. Trotz seinem Gewicht bewege er sich noch immer auf einem sehr guten Fundament, befanden die Experten Stefan Hodel und Josef Müller.

Der Rico-Sohn Lardon von Silvia Bähler, Merlischachen, holte den Mister-Titel beim Original-Braunvieh am Zuger Stierenmarkt. Lardon war nicht nur der schönste OB-Stier sondern mit 1348 Kilogramm auch der schwerste Stier. Lardon stammt aus der Zucht von Alfred Anderegg, Schattenhalb. Der im November vierjährige Stier ist mit 5-5-5-95 beschrieben und besticht unter anderem mit seinem noch guten Fundament und seiner beachtlichen Flankentiefe. Dass sich ein  alter und derart schwerer Stier noch so  bewege, sei auch der Verdienst der guten Haltung des Stieres. Wie der neue Chefexperte von Braunvieh Schweiz, Stefan Hodel, meinte, sei die Haltung von alten Stieren aber nicht auf jedem Betrieb geeignet. Es braucht schon gute Tierpfleger für solche Stiere.
Der Mister-Stier ist ein Sohn von Olma Freidi EX 93 vom Betrieb Anderegg.  Die Grossmutter von Lardon, Merlo Romania EX 94, war sogar dreifache Dauerleistungskuh.

Julen-Stier wird Mister

Bei den Braunvieh-Stieren gefiel Julen Pinocio von Mathis Vetsch, Serneus, den Ober-Experten Stefan Hodel und Josef Müller am Besten. Der im Kreuzbein 166 Zentimeter grosse Stier wiegt 1099 Kilogramm und ist mit 5-5-5-94 beschrieben worden. Vom Stier sind inzwischen 31 Geburten mit 6 Zuchttieren registriert. Der Milchwert des Dreijährigen beträgt 114. Auch Pinocio stammt aus einer langlebigen Kuhfamilie. Die Mutter, Starbuck Sarina EX 93, ist aber nicht zu verwechseln mit der ehemaligen sehr bekannten Schaukuh Starbuck Sarina. Diese Sarina weist aber auch mit  gut 90000 Kilogramm eine hohe Lebensleistung auf. Der Züchter von Pinocio ist Martin Reinhard aus Kerns.

Auf Wunsch der Züchterschaft hat man in diesem Jahr auch einen Junior-Mister-Titel vergeben. Zum Junior Mister beim Braunvieh bestimmten die Experten den Pijt-Sohn Pando von Beat von Rickenbach, Steinerberg. Und Junior-Mister beim Original Braunvieh wurde Juerg Janko von Konrad Lustenberger, David und Nicole Amrein-Scherrer, Schwyz. Bei beiden Siegern der Jungstiere sprach Stefan Hodel von Modellathleten. Sie überzeugten mit besten Rahmen und ideal gelagerten Becken. Auch die Fundamente der beiden Stiere wurden von den Experten mit sehr gut beurteilt.
Chefexperte Stefan Hodel, der zum ersten Mal in dieser Funktion am Zuger Stiermarkt amtete, zeigte sich überzeugt, dass sich die Neuerung des heurigen Stierenmarktes mit dem Junior-Titel positiv ausgewirkt habe. Weiter seien die Auffuhrzahlen wohl auch dank der Auffuhrprämie wieder gestiegen.

233 Stiere aufgeführt

In 25 Abteilungen wurden 233 Stiere beurteilt und alle erhielten die Herdebuch-Prämierung. Im Vorjahr wurden 203 Stiere aufgeführt. Gemäss Oberpreisrichter Stefan Hodel soll der sehr guten Qualität auch weiter Beachtung geschenkt werden. Speziell die Altstiere beim Original Braunvieh wiesen dieses Jahr eine erfreuliche Bemuskelung auf.
An beiden Markttagen wurden insgesamt 35 (Vorjahr 46) Stiere oder knapp 15% (Vorjahr 23%) für durchschnittlich 2679 Franken (Vorjahr 2716 Franken) verkauft. Der Höchstpreis betrug dabei 4000 Franken.

Mit Spannung verfolgten viele den Auktionsverlauf, der für die kommende Handelssaison jeweils wegweisend ist. Auch dieses Jahr zeigte: In Zug bewegt sich das Qualitätsniveau der angebotenen Rinder und Kühe auf einem hohen Niveau.
Alle 46 angebotenen Tiere vom Jungtier über Rinder bis zu frisch gekalbten Kühen fanden einen Käufer. Der Durchschnittspreis betrug 3790 Franken (Vorjahr 3800 Franken). Die Jubiläumsversteigerung (seit 25 Jahren mit Auktionator Bruno Furrer) brachte ein rechtes Ergebnis und lässt auf eine interessante Saison hoffen. Den Höchstpreis erzielte die gekalbte Jongleur-Tochter Jane von Leo Zurfluh, Attinghausen, mit 7800 Franken. Der harmonische Rahmen, das ideal gelagerte Becken aber auch das feste Euter stachen bei Jane heraus.

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