4.05.2012 15:27
Quelle: schweizerbauer.ch - sam/blu
BEA 2012
Bernische Eliteschau 2012: Simmentaler-Kuh wird Miss BEA
David Nymphe der Familie Schmied, Guggisberg, schreibt Geschichte. Denn zum ersten Mal seit 1988 hat das Publikum an der Bernischen Eliteschau wieder eine reine Simmentaler-Kuh zur Miss BEA gewählt. Mit Bildergalerie und Videos.

Ganze 24 Jahre dauerte es, bis heuer wieder einmal eine reine Simmentaler-Kuh die Bernische Eliteschau gewinnen konnte. 1988, also noch im Kalten Krieg,  war Jonas Gräfin von Daniel Oberli, Schangnau, die letzte Gesamtsiegerin aus der 1. Sektion. Und auch zuvor hatte mit Orson Gems von Peter Matti, Saanen im Jahr 1986 nur noch ein weiteres Mal eine Simmentalerkuh gewonnen.

Nymphe triumphiert

Dieses Jahr konnte David Nymphe von Familie Schmied, Guggisberg, den dritten Sieg einer reinen Simmentaler-Kuh holen. Manuel Schmid, der die Kuh vorführte, bewirtschaftet den Betrieb mit seiner Tante Annarös, seit deren Mann Armin gestorben ist. Zwar trägt Nymphe den Code 60. Doch ein ganz kleines Tröpfchen Holstein-Blut hat sie über ihren Vater David, der Code 70 hat, auch in ihren Adern.

Nymphe hatte bereits in  ihrer Kategorie mit Armon Carmen von Gilgian Brügger, Frutigen, eine starke Konkurrentin auf den zweiten Rang verwiesen. Carmen hat heuer immerhin  das Jungkuhchampionnat von Swissgenetics sowie die Berner Oberländische Verbandsschau gewonnen.

Nadine vor Irjna

Während die Stimmen der Simmentaler-Reinzüchter dieses Jahr offenbar gebündelt zu Nymphe gingen, wurden die Stimmen bei den Red-Holstein- und Holstein-Kühen verzettelt. Dazu beigetragen hat auch die Entscheidung  in der  sehr stark besetzten Kategorie 8. Richter Urs Buri stellte die schwarze Chollet-Star September Nadine von Martin Schäfer, Weissenburg wegen dem etwas höheren Hintereuter vor die ausbalancierte RH-Kuh Quality Incas Irjna von Christian und Walter Aegerter, Gurzelen. Zwar holte September Nadine dann den Gesamtsieg der Rasse Red-Holstein/Holstein. Doch weil Irjna dem Publikum trotz ihrem 2. Kategorienrang sehr viele Stimmen machte, reichte es Nadine nicht, um Nymphe zu schlagen.

Auch die Sektion Swiss Fleckvieh zeigte, dass sie sehr starke Kühe zu bieten hat. Zur Miss Swiss Fleckvieh wählte das Publikum Kevin Tamara, Fritz Kipfer, Ortschwaben.

Und auch die Miss Schöneuter über alle Sektionen, Savard Zierde von Ueli Aeschlimann, Trub, stammt aus der Sektion SF.  Sie  gewann an der heurigen Starparade in Langnau ebenfalls schon den Schöneutertitel.

Abschiede und Neuanfänge

Die heurige Eliteschau war auch ein Jahr der Abschiede und Neuanfänge. Niklaus Hofer war zum ersten Mal als Präsident des bernischen Fleckviehzuchtverbands im Einsatz. Für Richter Urs Buri war es hingegen der krönende Abschluss seiner Laufbahn als Experte, Gruppenleiter und Präsident der Bernischen Schaukommission. In Abweichung von den sonst üblichen Gebräuchen richtete Buri deshalb alle Sektionen.

Es war auch die letzte Eliteschau für Karl Wittwer als Geschäftsführer des Bernischen Fleckviehzuchtverbandes. Seit 1996 war er hauptverantwortlich für die Ausstellung. Aber schon seit der ersten Austragung 1985  assistierte er Walter Reusser, den  Vater der Eliteschau. Leider habe die BEA auch schon zweimal abgesagt werden müssen. Jede Eliteschau sei auf ihre Art schön gewesen. «Und ich hatte immer gute Mitarbeiter», betont Karl Wittwer.

Bilder aller Kategorien

Impressionen rund um die Ausstellung

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