12.01.2018 16:35
Quelle: schweizerbauer.ch - afu/wpf
Swiss Expo
Brown Swiss: Luzerner Kühe dominierten
Die Luzerner Kühe stellten das Podest der Grand-Champion-Wahl. Beni Schmid hat mit AZ Rearing Jongleur Joya den Grand Champion. Die Braunviehkühe hinterliessen einen starken Eindruck.

Die Champion-Kuh des Braunviehs an der diesjährigen Swiss Expo heisst AZ Rearing Jongleur Joya im Besitz von Beni Schmid aus Schüpfheim LU. Vize-Champion wurde Bächeler’s BS Jolden Jana von WTS Genetics, Menznau LU, und den Mention-Honorable-Titel konnte Tschudenhaus Big Boy Polly von Franz Felder aus Marbach LU gewinnen. Somit gingen alle drei  Titel der Champion-Wahl in den Kanton Luzern. 

Der Richter Barclay Phoenix  betonte abschliessend, dass er die Tiere am liebsten gleich mit nach Hause nach Kanada nehmen würde. Es waren die leichten Vorzüge im Nacheuter, die Joya den anderen beiden voraus war. Die fünftlaktierende Championkuh wurde von Phoenix für ihre Kapazität, Weiblichkeit und ihre Beine extrem gelobt. Joya hat eine Höchstleistung von über 125000 Kilogramm Milch und wurde von Armin Zemp aus Schüpfheim LU gezüchtet.

Beni Schmid, der Überflieger

Der Champion-Titel blieb jedoch nicht der einzige Erfolg von Beni Schmid. Ebenfalls bei der Schöneuterwahl konnte der Entlebucher dominieren. Der Schöneuter-Titel ging an Gold Hill Calvin Priscilla von Beni Schmid, der Vize-Schöneuter-Titel an AZ Rearing Jongleur Joya. Schon an der Betriebsmeisterschaft Ende Jahr konnte Priscilla  den Schöneutertitel für sich  entscheiden. Die Zweitlaktierende beeindruckte den Richter mit ihrem breiten und stark verbundenen Euter, Priscilla hat Vorzüge in der Voreuterverbundenheit wie auch in der Zitzenausbildung und der Zitzenlänge gegenüber Joya. 

Starke Französin bei den jungen Kühen

Bei der Championwahl der Jungkühe ging der Titel an LBB Lalice von Elevage Le Bois Brillant, St Sigismond aus Frankreich. Aufgrund ihrer Kapazität und der Offenheit der Rippen zog sie der Richter der Vize-Champion Suissegfeller Nescardo Jipsy von Michael und Alois Bless aus Maseltrangen SG vor.
Der Entscheid um die Ehrenerwähnung ging an Sinderella von WTS-Genetics, die  mit ihrem Rahmen den Richter sehr beeindruckte. Der Intermediate-Schöneuter-Titel ging an Beeli’s Biver Tara von Christian Beeli aus Flims GR, den Vize-Schöneuter-Titel konnte die ebenfalls bei der Championwahl zweitrangierte Suissegfeller Nescardo Jipsy von Michael und Alois Bless entgegennehmen. 

Blooming-Rinder voraus

Die Championwahl der Rinder fiel eng aus. Der Richter betonte, dass das Championrind und das Vize-Champion-Rind Zwillinge sein könnten.  Der Kanadier wies darauf hin, dass diese Rinder genau seinem gesuchten Typ entsprechen. Der Champion, Blooming Grani von Adrian Steinmann aus Le Bémont JU war jedoch in der Mittelhand länger und im Körperbau etwas besser entwickelt als der Vize-Champion M. Senn’s Blooming Sandra von GoldHill Genetics aus Romoos LU. Die Ehrenerwähnung der Rinder ging an Blooming Bavaria von Ronny Strässle und Dario Zinsli aus Landquart GR. Somit waren einmal mehr an einem Rinderwettbewerb die Blooming-Töchter dominierend. Auch fünf von sechs Kategoriensiege gingen auf das Konto des Glenn-Sohnes.

Kanadisches Lob

Für Braunviehzüchter ist der Weg nach Lausanne weit. Nach zwei nationalen Ausstellungen innerhalb von sechs Wochen haben sich wohl einige angemeldete Züchter gegen eine Teilnahme entschieden. Dennoch war die Qualität der Ausstellung  auf hohem Niveau. Phoenix betonte, dass die Schweizer Braunviehrinder- und -kühe Weltspitze sind.

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