7.09.2018 18:00
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf
Zuger Stierenmarkt 2018
Das sind die neuen Mister
Würdige Mister am Stierenmarkt Zug Der Zuger Zuchtstieren-Markt hat zwei neue Senior-Mister hervorgebracht. Braunvieh Schweiz zieht insgesamt ein positives Fazit über die diesjährige Austragung. Die Marktpreise waren auch gut. -> Mit Videos

Insgesamt wurden von den Rassen Braunvieh (BV) 101 Stiere und vom Original Braunvieh (OB) 135 Stiere aufgeführt. Am Mittwochnachmittag fanden nach den Präsentationen der Siegerstiere die Spezialwettbewerbe statt. Die Oberpreisrichter Josef Portmann und Stefan Hodel hatten die Ehre, die verschiedenen Titel zu vergeben.

Zwei Junior-Mister

Bei den OB-Jungstieren schafften es folgende drei Stiere in den Final: Leo Udo der Gebrüder Winterberger, Meiringen, Frank OB Maurutz Opal von Fredy Frank, Ennetbürgen, und AJA-ob Runzli Wanderegg von Ruedi und Remo Stettler, Meierskappel. Schliesslich gewann Wanderegg den Titel Junior-Mister. Züchter des Stieres mit einer starken oberen Linie, sehr gutem Becken, guten Gliedern und guter Bemuskelung sind Alfred und Judith Anderegg, Meiringen. Der im November zweijährige Stier   wurde mit 4, 4, 4, 88 punktiert.

Bei den BV-Jungstieren war nicht ganz die Ausgeglichenheit wie bei den OB-Stieren zu finden. Der Siegerstier, Alino Arno von Franz Deck aus Morschach, überzeugte das Oberpreisgericht aber sehr. «Ein Stier wie aus einem Guss», lobte Josef Portmann. Der einjährige Stier wurde mit 3,3,3,84 beurteilt. Ebenfalls unter den besten drei Stieren sahen die Oberpreisrichter Benno Xamax von Gian-Andrea Hänni, Tschappina, und Biver Bebbu von Fabian und Andreas Kempf, Schwarzenberg LU. Bebbu wurde Mister Genetik. Der Stier aus Vigor Valetta EX93 hat einen genombasierten Gesamtzuchtwert von 1316 Indexpunkten und wurde von Meiri Epp in Alpnach Dorf gezüchtet. Beim OB wurde AJA-ob Runzli Vortuno von Alfred und Judith Anderegg Mister Genetik. Er stammt aus AJA-ob Gold Fortuna EX 95 und hat einen Gesamtzuchtwert von 1201.

Neue Stiere als Mister gewählt

Bei den Misterwahlen der Senior-Stiere waren sehr enge Entscheidungen zu treffen. Beim Braunvieh kam es zu einem hauchdünnen Entscheid zwischen Baltschanahof Biver Bolero von Christoph Müller, Teufen AR, und dem Titelverteidiger Glenn Marc von Josef Kiser, Ennetmoos. Beide Stiere haben die Maximalpunktzahl von 5,5,5,95 erreicht. Das hervorragende Fundament und die Breite von der Brust zum Becken gaben schliesslich den Entscheid für Bolero. Züchter des Biver-Sohnes sind Sylvia und Gaudenz Thomann aus Vilters. 

Bei den OB-Stieren kamen in der Senior-Misterwahl die Stiere William Alex von Franz Schindler, Goldau, Reto Ueli von Ruedi Frehner, Schwellbrunn, und Aeschliman’s Zenit Valero von Jürg Aeschlimann, Trubschachen, in die engere Auswahl. Schliesslich machte William Alex von Franz Schindler das Rennen um den Mister-Titel. «Ein wunderbarer Vertreter des Original Braunviehs», kommentierte Stefan Hodel. Titelverteidiger Karlo Kamilo von Pascal Scheuber ist auf  der KB-Station bei Swissgenetics.

Gebrüder Winterberger im Cup


Beim Betriebscup gab es für die Konkurrenz der Gebrüder Winterberger kein Vorbeikommen. Die Gruppe Winterberger siegte bei den Stieren aus dem Stall von Fredy Frank und Matthias Bütler aus Hünenberg. Wie der glückliche Gewinner Franz Winterberger zu Protokoll gab, fanden alle seine sieben Stiere einen neuen Besitzer. An beiden Markttagen seien insgesamt 30 (Vorjahr 35) Stiere oder für durchschnittlich 2828 Franken (Vorjahr 2869 Franken) verkauft worden, so Braunvieh Schweiz in ihrer Medienmitteilung. Der Höchstpreis betrug dabei 4200 Franken.

In diesem Jahr wurden 21 Stiere mehr als im Vorjahr aufgeführt. «Das zeugt davon, dass der Natursprung nach wie vor wichtig ist», so Stefan Hodel. Josef Portmann und Stefan Hodel meinten auch, dass in allen Abteilungen würdige Sieger gefunden worden seien. Beim Original Braunvieh sei die Breite der Qualität besser gewesen als beim Braunvieh. 

Gute Preise an der Auktion erzielt


Aufgrund der teilweise angespannten Futtersituation wegen der Sommerdürre und der desolaten Situation beim Milchmarkt waren die Erwartungen für die Auktion eher etwas verhalten. Einmal mehr zeigte sich aber, dass Qualität ihren Preis hat. Alle 37 Angebote, vom Kalb   über die hochträchtigen Rinder bis zur frisch gekalbten Jungkuh, fanden einen Käufer. Im Durchschnitt über alle Kategorien wurden gute 4180 Franken bezahlt (Vorjahr 4587 Franken). In Anbetracht der momentan ausgesprochen heiklen Marktlage ist dies ein tolles Ergebnis. 

Den Höchstpreis erzielte das im Exterieur sehr ausgeglichene und von gesextem Blooming hochträchtige Rind Rickenbach Neptun Lolita von Beat von Rickenbach, Steinerberg SZ, mit 8100 Franken. 7200 Franken galt die Alino-Tochter Klea von Gaudenz Ulber aus Lantsch GR. Das Rind konnte wegen Verdacht auf Flechten nicht aufgeführt werden. Es soll sich aber im Exterieur sehr stark präsentieren, und es hat eine starke Abstammung. 7000 Franken galt das Rind Blooming Bolis von Maya und Kilian Huwyler aus Attinghausen UR. Züchter von Bolis ist Ruedi Zwyssig, Schattdorf UR. Auch bei Bolis ist die Abstammung sehr gut und das Exterieur ausgeglichen stark und sehr vielversprechend.

 

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