6.05.2015 06:15
Quelle: schweizerbauer.ch - Anja Tschannen
Grauvieh
Heidi verteidigt ihren Championnetitel
An der Grauviehausstellung konnten altbekannte Tiere ihre Titel verteidigen, aber auch Newcomer fanden ihren Platz. Die Schweizer Grauviehszene beherzigt den österreichischen Ratschlag und will in Zukunft enger zusammenarbeiten.

Devis Heidi von Franz Guntern aus Binn  VS wurde  an der  2. Schweizer Grauviehausstellung  im Eriz BE Miss Melkkuh und Vizemiss Schöneuter. Damit konnte Heidi einen ihrer Titel von 2013, als die Ausstellung zum ersten Mal stattfand,  verteidigen.  Den Schöneuter-Titel verlor sie an die jüngere Donnerhall Nicole von Christine und Roland Kropf aus dem Eriz BE. Nicole wurde bei den Championnewahlen zur Vizemiss Melkkuh erkoren.

Kris bleibt Mister

Miss Mutterkuh wurde Galasso Aster von Jasmin und Patrizia Schöpfer aus Schüpfheim LU. Sie stand mit ihrem Kalb vor Colin Annabelle von Bruno und Roger Wyss aus Bönigen BE, weil sie  insgesamt das harmonischere Paar bildeten und das Kalb die bessere Fleischigkeit aufweise, begründet der Richter Josef Portmann aus Schüpfheim LU. Rindermiss  wurde Natobb Heidi von der Generationsgemeinschaft Jegerlehner aus dem Trub BE. Der zweite Platz ging an Kris Efeu von Stefan Schüpbach aus Schwanden im Emmental BE. 

Nicht nur bei den weiblichen Tieren konnte der Titel gehalten werden, auch bei den Stieren trat mit Kesch Kris von Walo und David Perreten aus Feutersoey BE ein Titelträger in den Ring. Kris konnte nach rund zwei Jahren und mit  einigen Kilos mehr seinen Titel würdig verteidigen. Vizemister Grauvieh wurde Cardinal von Daniel Bernet aus Menznau LU. Trotz seines Gewichtes habe Kris ein hervorragendes Fundament, er sei ein klarer Sieger, der zudem mit einer extremen Brust- und Flankentiefe überzeuge, so Portmann. Die Zuschauer wählten Dinos Hanna welche  im Besitz von Samuel Vogel aus Eggiwil BE ist, zur Schönkopfsiegerin.   

Starke Fortschritte

Richter Portmann lobte die tadellose Organisation des Anlasses und die schöne Aufmachung der rund 80 Tiere. «Die Qualität der gezeigten Tiere ist sehr gut, die Rasse hat starke Fortschritte in den Eutern erreicht», sagt Portmann. Für ihn sei das Richten der Grauviehtiere eine Herausforderung gewesen. Dieser nicht alltäglichen Arbeit habe er sich gerne gestellt.

Engere Zusammenarbeit

An der Ausstellung im Eriz  BE wurde bekannt, dass sich die  Grauviehszene der Schweiz zusammenrauft und  in Zukunft gemeinsam als «Grauvieh Schweiz» auftreten will. Bisher war die Grauviehszene in die drei Sektionen  Rätisches Grauvieh Schweiz, den Schweizer Grauviehzuchtverein und den Rassenclub Grauvieh Schweiz gespalten.

Nun haben sich je zwei Vorstandsmitglieder aus den drei Sektionen zur Arbeitsgruppe «Grauvieh Schweiz» zusammengetan.  Die Arbeitsgruppe solle wie ein Dachverband funktionieren und  die  erste Anlaufstelle für Interessenten des Grauviehs sein, erklärt Conny Gantenbein, Präsidentin von Rätisches Grauvieh Schweiz.  

Gemeinsame Homepage

Ab August soll es eine gemeinsame Homepage, ein gleiches Logo und eine gemeinsame Zeitschrift geben. Die Öffentlichkeitsarbeit werde in Zukunft gemeinsam betrieben. Die drei Sektionen würden aber weiterhin erhalten bleiben und ihre individuellen Ziele verfolgen. Damit reagiere die Grauviehszene auf den Ratschlag des österreichischen Grauviehrichter Jakob Pentel, welcher im Jahr 2013 an der 1. Schweizerischen Grauviehausstellung  im Eriz zu Gast war.  Damals rief er die Schweizer auf sich zusammenzutun, um ein einheitliches und starkes Auftreten gegen aussen zu haben.

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