10.09.2013 16:10
Quelle: schweizerbauer.ch - Anja Tschannen
Red Holstein
La Waebera Glacier Oceanie gewinnt Swiss Red Night 2013
La Waebera Glacier Océanie von Michel Clément, Le Mouret FR, besiegte an der Swiss Red Night in Bern in einem spannenden Finale die Vorjahressiegerin Incas Grenada vom Schauteam Gisler-Pfulg, Romoos LU.

An der 3. Swiss Red Night in Bern stellte La Waebera Glacier Océanie von Michel Clément aus Le Mouret alle in den Schatten, holte sich den Championnetitel und wurde zur dritten  Miss Red Beauty erkoren. Die achtjährige Kuh besiegte die zwei Jahre jüngere Vorjahressiegerin Incas Grenada vom Schauteam Gisler-Pfulg aus Romoos LU, welche den zweiten Podestplatz errang. Die Auszeichnung der Mention Honorable ging nach Freiburg  an die Kuh Morandale Mr Burns Ibérique von François Morand, Vuadens FR.

Hohes nationales Niveau

Richter Stefan Hodel aus Schötz LU, der bei Braunvieh Schweiz arbeitet und deshalb sonst mit Braunviehkühen zu tun hat, zeigte sich begeistert über die hervorragenden Tiere und betonte das hohe Niveau der anwesenden Red-Holstein- Kühe. «Eine gute Kuh hat keine Farbe», so der Richter. Er habe Kühe gerichtet, die auf nationalem Niveau mitliefen und von denen man  noch hören werde.

Bei der Wahl der Black Beauty betonte Hodel, was für ihn am wichtigsten sei: «Kühe, die arbeiten können, die mit beiden Beinen vorne fest auf dem Boden stehen, die  breit sind, die den Holsteintyp gut verkörpern, sich gut bewegen, und vor allem müssen sie ein Euter haben, das nicht nur heute, sondern 365 Tage im Jahr funktioniert.» Die dreijährige Holsteinkuh Kolly-JL Championne Atylia RDC von Lionel und Jean-Louis Kolly aus Pont-la-Ville  FR erfüllte diese Anforderungen am besten und wurde zur Black Beauty 2013 erkoren. Dicht gefolgt von König’s Mr. Ravel Farah von Fritz König aus Iffwil BE, welche den zweiten Rang belegte.

Sensationelles Euter

Auch bei der Schöneuterwahl hatte Stefan Hodel ganz genaue Vorstellungen der Schöneutersiegerin. Sie müsse im Nacheuterbereich breit aufgehängt sein und ein gutes Zentralband haben.  Dies sei wichtig, damit sie nicht nur drei, sondern mehrere Laktationen lang das Euter oben behalten kann. Ausserdem wünsche er sich  vier gut platzierte,  funktionelle Zitzen. Diesmal konnte Incas Grenada nicht einmal Océanie  das Wasser oder besser gesagt die Milch reichen. «Eine Kuh mit einem bemerkenswerten sensationellen Euter, die in der 5. Laktation steht und dafür mit dem Miss-Schöneuter-Titel belohnt wurde», so Hodel.

Vergleich Rot und Braun

Mehr als 1000 Zuschauer lockte die wiederum sehr gut organisierte Swiss Red Night in die Schweizer Hauptstadt. Sie  eröffnete als nationale Ausstellung mit elf Kategorien und mehr als 170 Tieren  inoffiziell die Schausaison. Christoph Rüegsegger, Präsident des organisierenden Red-Holstein-Komitees, zeigte sich zufrieden über den gelungenen Anlass. Das Niveau der gesamten Schau sei enorm hoch gewesen, betonte auch Richter Hodel, obwohl es natürlich innerhalb der Abteilungen gewisse Unterschiede gegeben habe. Vor allem die Kühe, die zuletzt im Ring gestanden hätten, könnten national an der Spitze mitlaufen. Die Ausstellung sei ein   gelungener  Saisonauftakt gewesen.  Man sehe sehr gut, dass die Spitzenkühe bei Holstein oder Red Holstein eher auf Milch gezüchtet wurden als die Braunen und extrem typstark seien. Im Fundament sei dafür die braune Rasse im Vorteil. Das Ziel über beide Rassen sei eine Kuh, die  «vorne breit anfange und hinten breit ende».

Impressionen rund um die Swiss Red Night 2013

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