30.04.2019 19:12
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf
Agrischa
Ludwig Noggler hat Miss Agrischa
Die Miss Agrischa heisst Salomon Siera und gehört Ludwig Noggler aus Sent. Die Engadiner Bauern züchten auf hohem Niveau verschiedene Rassen.

Die beiden Experten Paul Caduff, Morissen, und Dario Zinsli, Thalkirch, hatten am Samstag die Ehre, an der Agrischa die Milchviehausstellung zu richten. In 27 Abteilungen wurden Tiere der Rassen Braunvieh, Original Braunvieh, Holstein und Grauvieh gerichtet. 

Mehrere Rassen in Zernez

Bei der Rasse Holstein gab es zwei Kategorien Kühe zu richten. Mit Gian Plebani aus Bever setzte sich der Favorit und über die Kantonsgrenze hinaus bekannte Züchter durch. Mit der über alle Merkmale sehr ausgeglichenen Bevers Artes Marilyn gewann Plebani sowohl den Schöneuter- als auch den Rassentitel.

Beim Grauvieh wurde eine Abteilung Kühe gerichtet. Auch hier gewann mit der euterstarken Dalman Rubi von Gianpaolo und Michele Crameri aus San Carlo die gleiche Kuh beide Titel.

Bei der Rasse Original Braunvieh wurden eine Rinder- und eine Kuhabteilung gezeigt. Rindersiegerin wurde Minor Malta von Ivan und Stefania Lanfranchi aus Viano. Die Rassensiegerin OB kam mit Eragon Nora vom gleichen Betrieb. Dank des guten Eutersitzes gewann Nora auch den Eutertitel. Beim Braunvieh zeigten die Engadiner ihre national bekannt grosse Stärke in der Zuchtarbeit.
 
Camichels Doppelsieg bei den Rindern

In sieben Abteilungen mit Jährlingen und Rindern wurden einige Jungtiere gezeigt, die auch an nationalen Schauen mit der Spitze mitlaufen können. Camichel’s Biver Oklahoma von Claudio Camichel, Zuoz, konnte mit ihrer perfekten oberen Linie, dem breiten und idealen Becken, den sauberen Übergängen und dem  idealen Fundament punkten und holte den Championtitel. Camichel’s Calvin Nora sorgte für den Doppelsieg von Camichel. Die Ehrenerwähnung erhielt Blooming-Tochter Tombola von Simon Cantieni, Bever.

Bei den Erstmelkkühen fielen an der Spitze der Abteilungen einige Nescardo-Töchter sehr positiv auf. Mit Lamprecht’s Jongleur Jgnia gewann dann aber doch eine Jongleur-Tochter aus dem Stall von Ivo Lamprecht aus Lü den Schöneutertitel. Dahinter folgte die Junior-Siegerin Durham Diva von August Koller, Ardez, und Pitsch’s Nescardo Acla von Mario Pitsch aus Müstair.  Hinter Diva folgten um den Junior-Titel Genox-Boy Gitti von Barbara Reidt und Stefan Hürlimann aus Guarda. Die Ehrenerwähnung der Erstmelkkühe ging an Nescardo Niala von Curdin Duschletta, Zernez. 

Euter ausschlaggebend

Die Qualität der Kühe war auch bei den mittleren Abteilungen überzeugend. Salomon Siera von Ludwig Noggler, Sent, holte mit dem ideal verbundenen und hohen Euter den Eutersieg der mittleren Kühe vor Jongleur Pocahonta von Arno Schlegel, Ardez, und Lamprecht’s Joker Juliana von Ivo Lamprecht.
Beim Schöneutertitel ältere Kühe konnte Lamprecht mit Peter Top TI Jongleur Tracy und Ulber Leo’s Jongleur Jola gar einen Doppelsieg feiern. Dritte wurde hier Ace Arosa von August Koller.

Bei der Vergabe der Titel richteten die beiden Experten gemeinsam. Sowohl Zinsli als auch Caduff hoben mehrfach das hohe Niveau hervor. Das Euter von Salomon Siera, dank dem sie schon als Erstmelkkuh an der Kuhakrobatik 2016 den Schöneutertitel gewann, war auch um den Titel Miss Agrischa ausschlaggebend. Siera, im Besitz der Familie Noggler, gewann schliesslich  den begehrten Titel Miss Agrischa vor der nur knapp geschlagenen und sehr harmonischen Pitsch’s Silverstar Heldin von Mario Pitsch und Jongleur Pocahonta von Arno Schlegel.

Betriebsmeister Cantieni

Simon Cantieni wurde vor Claudio Camichel und Ivo Lamprecht Betriebsmeister. Ivo Lamprecht stellte mit HR-Genetics Blooming Aster die Miss Protein und August Koller mit Big Star Brunella die Miss Genetik.

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