14.01.2017 17:11
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Swiss Expo 2017
Militante Veganer stören Championnewahl
Während der Wahl der Intermediate-Championne kam es zu einer Störaktion an der Swiss Expo. Richter und Publikum reagierten souverän. Hinter der Aktion stand die Veganer-Organisation "Pour l'égalite animale "(PEA) - zu deutsch: Für die Gleichheit der Tiere.

Während der Championnewahlen der mittleren Holstein-Kuhkategorien stürmten rund 10 Personen in den Ring der Swiss-Expo. Es handelte sich um militante Tierschützer und Veganer, welche gegen tierische Lebensmittel protestierten.

Die Sicherheitskräfte griffen sofort ein und geleiteten die Störenfriede aus der Halle. Holstein-Richter Jean-Baptiste Decheppe richtete sich daraufhin an das Publikum mit folgenden Worten: "Wir sind hier um zu beweisen, dass wir den schönsten Beruf der Welt haben. Wir ernähren den Planeten. Wir sind stolz darauf. Und heute machen wir das über die Tiere." Das Publikum applaudierte dem französischen Richter frenetisch. Die Schau ging danach normal weiter.

Bereits kurz nach Mittag hatte eine Gruppe von etwa 30 Leuten draussen vor den Toren des Beaulieu in einer bewilligten Demo gegen Fleischkonsum und Milchprodukte demonstriert. Mit ironischen Plakaten und Slogans wie etwa "Hitler war Vegetarier" oder Die Frauen an den Herd - die Tiere in den Kühlschrank" protestierten sie gegen die Fachmesse für Milchwirtschaft.

Das sagt die Vegetarier-Organisation in ihrem Flyer

Hier lesen Sie einige der wichtigsten Aussagen auf dem Flyer, den die Veganer-Organisation "Pour l'égalite animale "(PEA) verteilte.

"Keine Milch ohne Kälber zu töten. Kurz nach der Geburt von seiner Mutter getrennt, wird das neu Geborene in einer Box isoliert. Diese brutale Trennung provoziert einen richtigen Zerriss sowohl für die Mutter wie für das Kalb."

"Ein Leben voller Leiden. Die sogenannten Milchkühe sind das Resultat einer extremen genetischen Auswahl. Sie produzieren heute eine Milchmenge, die zehn Mal grösser ist als die ihrer Vorfahren in den Fünfziger Jahren."

"Andauernd trächtig, müssen die Milchkühe eine neue Besamung kurz nach der Geburt ihres Kalbes über sich ergehen lassen. Nach fünf bis sieben Abkalbungen, im Alter von 4 bis 6 Jahren (auch wenn sie 20 Jahre leben könnten), ausgelaugt, sind die Kühe nicht mehr rentabel. Nach einem Leben psychischen und physischen Leiden werden sie endlich in den Schlachthof geführt. Dieser Zyklus ist der gleiche - egal in welchem System, konventionell, Bio, industriell, regional, mit oder ohne Label"

www.asso-pea.ch

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