30.11.2013 06:29
Quelle: schweizerbauer.ch - Marcel Wipfli/Samuel Krähenbühl
Swissgenetics
Mr-Burns- und Blitz-Söhne prägten die Nachzuchtschau
Swissgenetics präsentierte am Mittwoch in Brunegg AG die Nachzuchten von insgesamt 6 Red-Holstein und 3 Holstein-Stieren. Bei den Red-Holstein-Stieren war das Blut von Mr Burns sehr stark vertreten.

Der kanadische Rotfaktorträger Dudoc Mr Burns und seine Söhne dominieren momentan die Zuchtwertliste mit den besten nachzuchtgeprüften Red-Holstein- und Rotfaktorträgerstieren. Kein Wunder, dass an der Nachzuchtschau  Gruppen von nicht weniger als drei Mr-Burns-Söhnen aufgeführt wurden.

Milchtypische Diegos

Einer von ihnen ist Diego, der aus der Anpaarung mit der Stadel-Kuh Tisane stammt. Die gezeigten Diego-Töchter waren milchtypische, recht grosse Kühe, welche die Leistungsvererbung ihres Vaters von +1327 kg Milch zeigten. Die Beckenlage der Kühe war gut, während vereinzelt etwas viel Eutervolumen zu sehen war.

Typstarke Oklahomas

Oklahoma (Mr BurnsRustler) ist ein Grosssohn von Plattery Rubens Galante, der RH-Europameisterin von 2004 aus dem Stall von Christian Menoud, Romanens FR. Seine Töchter waren recht gross und zeigten doch einiges vom Typpotenzial, welches in der Abstammung steckt. Die Euter waren  etwas unausgeglichen, die Hintereuteraufhängung entgegen der Linearen Beschreibung nicht bei allen Kühen hoch.

Junge Olofson-Töchter

Olofson (Mr BurnsRegiment) stammt aus der Familie von Caveman Jonquille, der anderen berühmten Kuhfamilie von Christian Menoud. Die gezeigten Olofson-Töchter waren gute Produktions-, aber nicht Schaukühe. Die noch jungen Kühe waren in der Grösse uneinheitlich und zeigten  etwas wenig Flankentiefe. Die Euterhöhe der Kühe fiel positiv auf.

Substanzstarke Kelvins

Zwei  RH-Stiere, von denen Nachzuchten gezeigt wurden, haben den Schweizer Jordan-Sohn Blitz zum Vater. Einer von ihnen ist Kelvin (Blitz X Stadel). Dessen Töchter  waren vielleicht etwas weniger milchtypisch als andere Gruppen. Die recht grossen Kühe dürften wegen ihrer zweifellos vorhandenen Substanz manchem Milchproduzenten, der problemlose Kühe sucht, gut ins Konzept passen. Die Zentralbänder waren teilweise etwas wenig ausgeprägt und die Fesseln etwas weicher.

Odysseys starke Euter

Auch Odyssey (BlitzRubens) stammt wie Oklahoma aus der Galante-Familie. Er ist sogar ein direkter Sohn von ihr. Die von ihm gezeigten Töchter waren tiefrote, gefällige, wenn auch nicht extrem milchtypische Kühe. Dies erstaunt bei Betrachtung der Leistungsvererbung nicht, vererbt doch Odyssey relativ knappe +77kg Milch, bei allerdings sehr starken Gehalten von +0.19% Fett und +0.16% Eiweiss. Die Odyssey-Kühe zeigten eine deutlich bessere Obere Linie, als vom Linearen Beschrieb zu erwarten gewesen wäre. Die Fundamente waren fein, wenn auch die eine oder andere Kuh etwas viel Winkel im Hinterbein zeigte. Die hohen, fest sitzenden Euter vermochten zu überzeugen.

Guter Typ bei Galba

Die Gruppe von Galba (TalentStadel) hinterliess einen starken Eindruck. Die gezeigten Töchter waren gut im Typ, was nicht weiter überrascht, ist Galba doch ein Sohn der bekannten Schaukuh Chollet Star Stadel Gloria. Die gezeigten Galba-Töchter hatten lange, hoch und fest sitzende Euter. Die einzige Schwäche war hier im Fundament auszumachen. Die Galba-Töchter zeigten teilweise etwas viel Winkel im Bein, und auch die Stellung von hinten war nicht immer ideal.

Aufgesetzte Land-Lords

Im Gegensatz zu den Red-Holstein-Gruppen hatten die Gruppen der drei gezeigten Holstein-Gruppen jeweils einen deutlich unterschiedlichen genetischen Hintergrund. Die Töchter von Land-Lord (ShottleStorm) waren recht gross und vor allem stark aufgesetzt im Widerrist. Die Beine waren fein und gut positioniert. Bei den Eutern hätte man sich hingegen etwas mehr Drüsigkeit gewünscht.

Carltons mit guten Eutern

Carlton (BuckeyeLheros) hat zwar einen nicht ganz so prominenten Vater. Seine Mutter aber kommt aus einer Familie, die es in sich hat. Sie ist eine Halbschwester des Holstein-Überfliegers Braedale Goldwyn. Die gezeigten Carlton-Töchter waren gefällige, junge Kühe, die etwas unausgeglichen in der Grösse waren.  Sie zeigten einen sehr guten Sitz und gute Drüsigkeit der Euter, aber auch gute Zentralbänder. Die Hinterbeine waren aber teilweise etwas kuhhässig und die Sprunggelenke nicht immer fein.

Milchtypische Wesuwios

Wesuwio (RoumareMorty) bringt etwas anderes Blut in die Rasse. Die recht grossen, milchtypischen Kühe zeigten etwas wenig Brustbreite, und der Winkel in den Hinterbeinen war teilweise zu bemängeln. Bei den etwas kurzen Voreutern konnten die Kühe den Einfluss von Jocko Besn, dem Vater von Roumare, nicht verleugnen. Doch das sahen nicht mehr viele, weil ein Grossteil des Publikums am Mittagessen war.

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