10.12.2014 13:39
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Olma
Olma Messen prüfen Bau einer neuen Halle über der Stadtautobahn
Die Olma Messen wollen die St. Galler Stadtautobahn vor dem Rosenbergtunnel überdachen und auf dem «Deckel» eine neue grosse Halle bauen. Die Machbarkeit dieser Idee wird geprüft, wie Olma-Direktor Nicolo Paganini am Mittwoch an einer Medienkonferenz sagte.

Es stellten sich rechtliche, technische und finanzielle Fragen, erklärte Paganini. Bis Ende 2015 will die Olma zusammen mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) und Ingenieuren Klarheit gewinnen. Das Ergebnis sei noch völlig offen, betonte der Olma-Direktor.
Eine etwa 150 Meter lange Überdachung der Autobahn zwischen dem Tunnelportal und dem Bahnhof St. Fiden hätte für die Olma viele Vorteile. So könnte die veraltete, schlecht ausgelastete Halle 1 abgebrochen und durch eine grosse Halle auf der neu gewonnenen Fläche ersetzt werden.

Dadurch gewänne das Olma-Areal eine durchgehende West-Ost-Passage für das Publikum. Gleichzeitig würde das Messegelände beim Bahnhof St. Fiden besser an den öffentlichen Verkehr (ÖV) angebunden, und auch der Olma-Eingang Ost liesse sich aufwerten.

Tunnelsanierung und dritte Röhre

Diesen Vorteilen stehen eine Reihe von Schwierigkeiten gegenüber. So müssen eine kommende Sanierung des Rosenbergtunnels und die allfällige Planung einer dritten Tunnelröhre berücksichtigt werden. Zudem tangiert die Idee eines Autobahn-«Deckels» die Entwicklung des Bahnhofareals St. Fiden.

Die Abklärungen sollen auch eine Kostenschätzung liefern. Falls sich die Idee als realisierbar erweist, könnte laut Paganini mit einem Neubau der Olma-Halle 1 im Jahr 2020 oder 2021 begonnen werden. Ohne «Deckel» liesse sich eine neue Halle schon früher bauen. Paganini und Olma-Verwaltungsratspräsident und Stadtpräsident Thomas Scheitlin zogen an der Medienkonferenz Bilanz über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Die Anlagen seien gut ausgelastet gewesen, was sich in einem der besten Ergebnisse der Olma widerspiegle, sagte Scheitlin.

Medizin-Kongresse abgewandert

Im kommenden Jahr plant die Olma 16 Messen sowie zahlreiche Kongresse und Firmenanlässe. Was laut Paganini 2015 fehlt, sind Highlights wie etwa der internationale Brustkrebs-Kongress oder der Darm-Kongress. Beide sind von St. Gallen ins Ausland abgewandert.

Zum Darm-Kongress mit etwa 1500 Teilnehmern sagte Scheitlin: «Wir setzen alles daran, ihn zurückzugewinnen.» Knackpunkt sind die Hotelkapazitäten. Weil die Kongressteilnehmer in der ganzen Region untergebracht werden müssen, braucht es ein Transport- und Logistik-Konzept. Expansionspläne hat die Olma bei der Fest- und Hochzeitsmesse: Mit dieser Messe, die bisher in St. Gallen und Zürich veranstaltet wird, will die Olma im nächsten Jahr auch in Basel Fuss fassen. Man sei in diesem Mark gut etabliert, sagte Paganini.

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