17.01.2020 22:06
Quelle: schweizerbauer.ch - hal/ats
Viehzucht
Swiss Expo: Absolute Zaia ist Championne
Absolute Zaia gewinnt vor C P P Armani Rexana und Majoric Absolute Armenya die RH-Show der Swiss Expo 2020. Junker und Stampfli landeten beim Euterwettbewerb einen Coup.

Der kanadische Richter Brian Carscadden setzte nicht die grössten, dafür die komplettesten Red-Holstein-Tiere an die Spitze. Er fand die Tiere ohne Fehler mit entsprechender Begeisterung.

Historischer Auftritt von Junker und Stampfli

Dass Mutter und Tochter den Schöneuterwettbewerb für sich entscheiden konnte, gab es an der Swiss Expo noch nie – bis am Freitagabend der Swiss Expo 2020. Mattenhof Absolute Sidney von Marc und Erhard Junker und Fredy Stampfli aus Iffwil BE präsentierte derart ein Traumeuter, dass sie mit dem dritten Kategorienrang Schöneuterchampionne wurde. Sidney stahl diesen Titel seiner Mutter Mollanges Director Sabrina, die im gleichen Stall steht und sich mit dem Reserve Schöneuterchampionne-Titel zufrieden geben musste. 

Die bald zehnjährige Sabrina aus der Zucht von Pascal Henchoz aus Essertines-sur-Yverdon VD hat sich längst als erfolgreiche Zuchtkuh erwiesen. Bekannte Töchter von ihr sind Mattenhof Armani Sayuri von Gobeli Holstein, Mattenhof Absolute Sidney von Junkers oder Mattenhof Addiction Sublime, ebenfalls von Junkers.

Mit C P P Armani Rexana von Piller Holstein aus La Roche FR durfte eine weitere erfolgreiche Schaukuh der letzten Zeit die Ehrenerwähnung Schöneuter entgegennehmen. In der Endauswahl standen zudem die Actoris-Tochter Albula von Fabrice Menoud aus Môtiers NE, Schrago Attract Attacama der Gebrüger Schrago aus Middes FR und Mox Talent Mandy-Red von Edwin Steiner aus Wilen SZ.

Zaia vor Rexana und Armenya

Einen wirklich tollen Auftritt hatte Rexana, die nach der Euter-Ehrenerwähnung den Reserve Championne-Titel holte. In absolut blendender Form zeigte sich Absolute Red Zaia von Etienne und Anthony Genoud aus Châtel-St-Denis FR, die nach zahlreichen Kategoriensiegen und dem Schöneutertitel der Swiss Expo 2018 nun mit ihrer Korrektheit von Kopf bis Fuss, ihrem Milchtyp und Spitzeneuter ganz zuoberst steht und sich Championne der Swiss Expo 2020 nennen kann. Die Ehrenerwähnung ging an herausragende Majoric Absolute Armenya von Majoric Holstein aus Rueyres-Treyfayes FR.

Intermédiaire-Königin Florence

Bei den Jungkühen kam der Berner Spitzenzüchter Martin Ruchti aus Niedermuhlern in einen Siegesrausch. Seine zweitkälbrige Ruchti’s O Kalif Florence bestach von hinten bis vorne mit viel Eleganz und Style. «Sie hat alles was man will», schwärmte Carscadden. Florence hat nicht am meisten Körpergrösse, sie ist aber enorm ausgeglichen. Carscadden kam in beiden Intermédiaire-Disziplinen (Schöneuterchampionne und Championne) nicht an Florence vorbei.

Den Doppel-Reserve-Sieg holte sich Michel Clément aus Le Mouret FR mit La Waebera Agent Legacy. Der Richter verhiess auch Legacy eine vielversprechende Zukunft. François Morand aus Vuadens FR durfte für seine Morandale Absolute Quasparine zweimal die Ehrenerwähnung entgegennehmen.

Stiere aus Apple weiterhin top

Bei der Schöneuterwahl gingen die Siegesanwärterinnen Mapleyard Armani Denielle Rae von Mapleyard Holstein und Z Holstein aus Meikirch BE und die Französin Chanterelles New York Fm von der Gaec Les Chanterelles aus Chene en Semine (F) leer aus.
Bei den Championwahlen stand neben den drei Siegerinnen nur noch Chanterelles New York Fm in der Endauswahl.
In den Jungkuhkategorien überzeugten mehrere Töchter der Stiere Armani (Goldwyn x Apple), Awesome, Power, Redstream, Artemis (Redburst x Apple), Attico und Absolute (Talent x Apple).

Glücklicher Richter

Auch bei den Rindern zeigte Carscadden seine zutiefste Zufriedenheit ob der Qualität. «Ich bin glücklich, diese wundervollen Rinder im Ring vor mir zu haben», schwärmte der routinierte Richter Brian Carscadden aus Kanada, bevor er die Siegerrinder bestimmte. Es viel ihm nicht leicht, aus den fünf Spitzenrindern im Line-up die Top 3 zu bestimmen. Carscadden entschied sich für die kapitale zweijährige Les Adoux Absolute Chalou aus der letzten der sieben Rinderkategorien. Sie überzeugte mit viel Tiefe, breiter Vorhand kombiniert mit viel Style.

Rae Lynn vor Osmose Red

Den Reserve-Titel holte PraderGrens Army Rae Lynn von Cédric und Monique Pradervand aus Grens VD. Rae Lynn, die in ihrem Pedigree Stiere wie Barbwire und Diploma vereint, war in ihrer Kategorie mit ihrer Ausgeglichenheit und Finesse ein «easy winner», wie Carscadden betonte.
Die Ehrenerwähnung ging an die Französin Riedill Osmose Red von der Earl Wollenburger aus Bindernheim (F). Die populäre Ammo P-Tochter aus einer Lotus-Mutter zeigte viel Kraft, Länge und feine Knochen.
Mattenhof Jacot Sanya von Kevin Schopfer und Elsa Guillet und Joy Magnolia von Christian und Hervé Monney aus Les Cullayes VD gingen in der Endrunde leer aus.

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