24.01.2015 06:37
Quelle: schweizerbauer.ch - Robert Alder
Jungkuh-Championat
Vreni und Saina vertreten ihre Rasse
Die Plattform von Swissgenetics hat sich etabliert: das 7. Jungkuh-Championat und die Präsentation von Nachzuchtgruppen werden viel beachtet. Amarone Vreni und Alfredo Saina sind die Rassensiegerinnen.

Von Traumkühen und Traumeutern sprach Richter Bernhard Hadorn, Schangnau, als er die Finalistinnen  in der Ringmitte betrachtete. «So muss eine  Swiss Fleckvieh aussehen», kommentierte er seine Rassensiegerin Alfredo Saina von Michael Oesch, Eriz. Ein einmaliger Typ mit starker Vorhand, kombiniert mit einem perfekten Fundament und einem exzellenten Euter zeichne die neue Miss aus. Nicht weniger gefiel ihm Ueli und Samuel Künzis Leila, die dank ihrem breiten und hoch angesetzten Euter als Eutersiegerin SF vom Platz ging. Sie stammt von Cocorossa ab, der ebenfalls aus der Zucht von Künzis kommt.

Missen doppeln nach

Fabbio, Granat, Dario und Amarone sind die klingenden Namen der Simmentaler Kategoriensiegerinnen. Samuel Schmid aus Frutigen hatte die Aufgabe, die fünf reinrassigen Klassen zu richten. Neu war dieses Jahr, dass alle Kühe der Nachzuchtgruppen im Jungkuh-Championat mitliefen und nicht nur die jeweilige Siegerin um den Titel mitkonkurrieren konnte. «Ausserordentlich gute Euter», stellte Schmid bei den Finalistinnen fest. Letztlich waren jedoch die Simmental-Missen zwei bekannte Grössen: Amarone Vreni von Ueli und Toni Schärz, Aeschi, war schon letztes Jahr die Schönste und konnte sich als Miss feiern lassen. Ebenso die komplette Dario Melitta, die mit ihrem enorm drüsigen und fest aufgehängten Euter die Blicke auf sich zog. Sie war verdiente Eutersiegerin.

Amarone toppt alle

Der Fels-Sohn Amarone hielt, was er versprach. «Etwas vom Stärksten, was Simmental je gezeigt hat», kommentierte Sire-Analyst Hansueli von Steiger die Nachzuchtgruppe. Stark im Typ mit guter Oberlinie,  mit formschönen Eutern und perfekten Zitzen waren die gezeigten Töchter.

Lenz Pilatus macht Kühe mit viel Typ. Der Eutersitz war jedoch nur mittel, die Zitzen eher kurz. Timo erreicht die Euterqualitäten seines Vaters Volfleur  klar nicht. Etwas knapp in der Aufhängung und teils mit leicht schrägen und vorne weit verteilten Zitzen glänzen die grossrahmigen Kühe vor allem mit ihren Fitnesswerten. Die Sipan-Gruppe war ausgefallen.

Elegante Spezis

Bei den Swiss-Fleckvieh-Gruppen gab es keinen klaren Favoriten. Larsson Spezi zeigte ausdrucksstarke, grosse Kühe mit sehr starken Eutern, speziell in der Nacheuterbreite und -höhe. Eine homogene Gruppe waren die mittelgrossen Manitou- Sarino-Töchter. Studer erreicht das Niveau seines Vaters Incas besonders bezüglich Fundament nicht ganz, überzeugt aber mit viel Substanz und breiten Nacheutern. Sein Halbbruder Incas Goran ist diesbezüglich deutlich besser. Allerdings ist seine Sicherheit noch etwas tief, da er im Natursprung geprüft wurde. Renato Orson zeigte eine etwas uneinheitliche Gruppe mit funktionalen Merkmalen.

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