Freitag, 22. Januar 2021
25.11.2020 08:43
Bienen

Bestäubung: Nutzen grösser als vermutet

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Von: AgE

 Der volkwirtschaftliche Nutzen der Bestäubung ist möglicherweise deutlich höher als bislang allgemein angenommen wurde. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie, die Wissenschaftler der Universität Hohenheim jetzt vorgelegt haben.

Wie die Stuttgarter Hochschule berichtete, wird der Wert der jährlichen Bestäubungsarbeit demnach für Deutschland auf durchschnittlich 4,12 Mrd Franken (3,8 Mrd Euro) veranschlagt; weltweit sollen es umgerechnet mehr als 916 Mrd Franken (845 Mrd Euro) sein.

Bei einem Wegfall aller Bestäuber würde es zu Ernteausfällen kommen, der landwirtschaftliche Ertrag würde sinken und in der Folge würden die Preise steigen, bis sich wieder ein Gleichgewicht im Markt einstelle. Die Verbraucher würden dabei aber doppelt verlieren, weil sie weniger Obst und Gemüse zur Verfügung hätten und für die verbleibende Menge tiefer in die Tasche greifen müssten.

Laut Erstautor Christian Lippert wurden derartige Schätzungen bislang auf der Basis von Annahmen zur langfristigen Anpassung der Agrarsysteme errechnet. Aus Sicht von ihm und seinen Koautoren ist das jedoch nicht korrekt, weil die langfristigen Anpassungsreaktionen sowohl der Agrarökosysteme als auch von Angebot und Nachfrage nicht absehbar seien.

Für die neue Studie sei daher der wirtschaftliche Verlust nur kurzfristig für das Jahr unmittelbar nach dem hypothetischen Ausfall aller Bestäuber simuliert worden, denn danach würden andere Mechanismen greifen und einen Teil der Einbussen kompensieren, beispielsweise durch den verstärkten Anbau von selbst- und windbestäubten Sorten. Lippert zufolge können Landwirte geringere Erträge zudem bis zu einem gewissen Grad auch durch höhere Preise kompensieren. Der Verbraucher hingegen würde auf jeden Fall verlieren, da er diese bezahlen müsse. In jedem Fall wäre daher der größte Teil des volkswirtschaftlichen Verlustes von den Verbrauchern zu tragen. 

One Response

  1. Bienensterben mit anschliessender Hochrechnung des Schadens eignet sich ideal für eine neue Panikmache (mit anschliessenden Verboten, Regulierungen, Einschränkungen) und Anprangerung der Pestizid-Ausbringer.
    Viren, die durch die von Varroamilben verursachten Einstichstellen in das Bienenblut gelangen, verursachen Symptome, die von Wissenschaftler, Medien und Politiker FÄLSCHLICH den Pestiziden zugeschrieben werden. Udo Pollmer: https://www.youtube.com/watch?v=gUF_Kac1eeo

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