Donnerstag, 25. Februar 2021
18.01.2021 14:02
Tierkrankheiten

Pest der kleinen Wiederkäuer vor Ausrottung

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Von: AgE

Erfolge im weltweiten Kampf gegen die Pest der kleinen Wiederkäuer (PPR) hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gemeldet.

Wie die Organisation am 13. Januar in Rom erklärte, wurden 2019 weltweit etwas mehr als 1’200 PPR-Ausbrüche der hochansteckenden Tierkrankheit verzeichnet. 2015 waren es noch über 3’500.

Impfkampagne

Der Rückgang sei auf die Impfkampagnen in mehr als 50 Ländern zurückzuführen und gebe Anlass zur Hoffnung, dass die Ausrottung der Seuche wie geplant bis 2030 gelingen könnte. Dieses Ziel habe sich die internationale Gemeinschaft im Jahr 2015 gesetzt.

In den fünf Jahren bis einschliesslich 2019 seien 75 % aller PPR-Ausbrüche in Asien und 24 % in Afrika festgestellt worden, berichtete die FAO. Die PPR-Sterblichkeitsrate bei Tieren reiche von 30 % bis 70 %. Menschen würden nicht infiziert.

Ausrottung vermindert Armut

Die Seuche verursache jährliche wirtschaftliche Einbussen von bis zu 2,1 Mrd $ (1,87 Mrd. Fr.) und beeinträchtige die Nahrungsmittelsicherheit. Etwa 300 Millionen Familien seien auf kleine Wiederkäuer wie Schafe und Ziegen als Nahrungs- und Einkommensquelle angewiesen und liefen Gefahr, ihre Lebensgrundlage zu verlieren, wenn die Krankheit nicht in Schach gehalten werde.

Mit ihrer Ausrottung liessen sich Armut und Hunger beenden, so die Organisation. Dadurch könnte auch die Abwanderung ganzer Familien verhindern werden. Für die erste Phase des globalen PPR-Programms wurde laut FAO das Ziel gesetzt, bis Ende 2021 rund 1,5 Milliarden kleine Wiederkäuer zu impfen. Bis Mitte 2020 sei allerdings nur die Hälfte dieser Marke erreicht worden, wobei die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr die Tiergesundheitsdienste erheblich gestört habe.

Dieses Problem setze sich 2021 fort. Ausserdem bestehe für das Programm noch eine Finanzierungslücke von schätzungsweise 340 Mio. USD (303 Mio. Fr.). Die zweite Phase des Vorhabens wird der FAO zufolge in diesem Jahr formuliert und soll bis 2027 dauern.

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