Sonntag, 7. März 2021
15.12.2020 14:44
Forschung

Darmverdrehung kann erforscht werden

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Von: mgt

Die  Darmverdrehung bei Schweinen sorgt für Abgänge und somit Kosten der Schweinehalter. Die Finanzierung eines Projekt zur Untersuchung der Krankheit ist gesichert. 

Wegen einer Darmverdrehung kommt es auf einigen Betrieben zu plötzlichen Abgängen von Schweinen, was für den Schweinehalter belastend ist. «In der Fachsprache handelt es sich um das Hämorrhagische Intestinal Syndrom – abgekürzt HIS», schreibt die Suisag in einer Mitteilung.

Verschiedene Ursachen

Die genaue Ursache ist auch der Forschung noch nicht bekannt. «Klar ist, dass HIS verschiedene Ursachen haben kann. So spielt die Umwelt (die Fütterungs-Hygiene, die Wasserqualität und andere Faktoren) wie auch das Erbgut eine Rolle. Wie wichtig die einzelnen Faktoren sind und wie sie zusammen spielen ist hingegen nicht bekannt», heisst es weiter.

Um Abhilfe zu leisten, haben Forscher zusammen mit der Suisag das «HIS-Projekt» lanciert. Vorarbeiten wurden bereits vorgenommen. «Wichtige Informationen resultierten zum Beispiel aus dem Feldversuch in Zusammenarbeit mit der Agrifera sowie den Genomsequenzen, welche im Rahmen eines anderen von der Branche mitunterstützen Projekts bereits an der ETH Zürich erzeugt worden sind», heisst es in der Mitteilung weiter. 

Mitarbeitende von UFA und Agrifera haben über 950 Proben von sicher diagnostizierten HIS-Fällen gesammelt. Zusammen mit den 250 Proben des Schweinegesundheitsdiensts (SGD) und der MLP ergeben sich insgesamt über 1’200 Proben für das Teilprojekt Genomik.

Es wurden rund 1200 Proben gesammelt.
Suisag

Start Anfang 2021

Bevor das Projekt starten kann, musste die Finanzierung stehen. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sowie der Zusicherung von weiteren Eigenleistungen durch die Branche ist die gesamte Finanzierung gesichert. «So können die beiden Teilprojekte Anfang 2021 an der ETH Zürich und an der Vetsuisse Fakultät der Universitäten Bern und Zürich starten», schreibt Suisag.

Mit dem Teilprojekt «Genomik» wird der Einfluss des Erbguts erforscht, beim Teilprojekt «Umweltfaktoren» werden Haltung und Fütterung von Betrieben mit und ohne HIS-Probleme miteinander verglichen. Ziel ist es,  Lösungen für die Schweinemäster zu finden, damit diese die Abgänge in den nächsten Jahren und langfristig deutlich senken können. Nach wie vor begleitet sie dabei der Schweinegesundheitsdienst (SGD) der Suisag.

Bei den Forschern handelt es sich um Tierärzte und Agronomen der Vetsuisse Fakultät der Universitäten Bern und Zürich, der ETH Zürich sowie der HAFL

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