Donnerstag, 21. Januar 2021
10.12.2020 18:12
Artenschutz

Der Wisent ist weniger gefährdet

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Von: sda

Rigorose Schutzmassnahmen bringen zum Jahresende gute Nachrichten für den Wisent, eine europäische Rinderart: Das Tier, auch europäischer Bison genannt, ist weniger stark gefährdet als bisher, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag in Gland bei Genf. Sie verwaltet die Rote Liste der gefährdeten Arten und aktualisiert sie laufend.

Der Wisent (Bison bonasus) ist von Kategorie drei (»gefährdet») auf Kategorie zwei (»potenziell gefährdet») heruntergestuft worden.

6200 Tiere

Die Zahl der Wisente sei von 1800 im Jahr 2003 auf 6200 im vergangenen Jahr gestiegen, berichtete die IUCN. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Art in der Wildnis schon einmal ausgestorben, überlebte aber in Zuchten und wurde in den 50er Jahren wieder ausgewildert. Die grössten Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland.

Wisente sind Herdentiere und bilden Gruppen von bis zu einem Dutzend Tieren. Das Leittier ist immer eine ältere Kuh mit Kalb. Alte Bullen leben dagegen als Einzelgänger. Wisente werden bis zu drei Meter lang und haben eine Schulterhöhe von bis zu 1,95 Meter.  Die Bullen sind grösser als gleichaltrige Kühe und wiegen durchschnittlich zwischen 500 und 900 Kilogramm, Kühe bringen zwischen 300 bis 500 Kilogramm auf die Waage. Täglich nimmt ein ausgewachsenes Tier bis zu 60 kg Nahrung zu sich, hauptsächlich Gräser und Kräuter, aber auch junge Blätter, Triebe und Rinde sowie im Herbst Eicheln und Bucheckern.

36’000 Arten vom Aussterben bedroht

Die IUCN listet Tiere und Pflanzen in acht Kategorien, von «ausgestorben» bis «nicht gefährdet». Manche Arten können nicht eingeordnet werden, weil nicht genügend Daten vorliegen. Auf der Liste stehen jetzt fast 129›000 Tier- und Pflanzenarten, von denen fast 36’000 vom Aussterben bedroht sind.

In Mittelamerika seien drei Froscharten ausgestorben, berichtet die IUCN. In einem der grössten Seen der Philippinen, dem Lanao-See, seien 15 der 17 dort einst heimischen Frischwasserfische ausgestorben.

Die Haiart Carcharhinus obsolerus, die im vergangenen Jahr erstmals beschrieben wurde, ist jetzt in der Kategorie «vom Aussterben bedroht» aufgeführt. Die Rochenart Riesenmanta (Mobula birostris) wurde hochgestuft in die Kategorie «stark gefährdet». 30 Prozent der Rochen und Haie seien vom Aussterben bedroht, berichtete die Marine Megafauna-Stiftung. Dies sei eine Folge nicht nachhaltiger Fischerei.

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