Donnerstag, 21. Januar 2021
30.12.2020 17:33
Liechtenstein

Liechtenstein: Wolf läuft durch Dorf

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Von: mgt/blu

In der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 2020 durchquerte ein Wolf die Gemeinden Eschen und Mauren in Liechtenstein. Beim Überqueren von Strassen wurde das Tier aus heraus Autos beobachtet und gefilmt. 

Das Tier wurde in Mauren beim Überqueren der Strasse aus einem Auto gefilmt. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Wolf gegen 2 Uhr durch das Dorf trottet. Eine weitere Augenzeugin beobachtete wenige Stunden zuvor aus dem Auto heraus, wie ein Wolf die Rheinbrücke von Trübbach SG nach Balzers überquerte.

Einzeltier

«Eine Sichtung mitten im Gemeindegebiet ist für das Fürstentum Liechtenstein eine neue und ungewohnte Situation», teilt das Fürstentum am Mittwoch mit. Aufgrund wachsender Wolfbestände in den umliegenden Ländern dürften solche Sichtungen allerdings zunehmen, heisst es weiter. Das Fürstentum verweist dabei auf die Wölfe in der Ostschweiz.

Das Amt für Umwelt geht davon aus, dass es sich um ein Einzelwolf handelt, da es in Liechtenstein derzeit kein besetztes Wolfsrevier gibt. Der gesichtete Wolf sei auf der Suche nach einem Revier und – im Hinblick auf die anstehende Paarungszeit (»Ranzzeit») zwischen Januar und März – möglicherweise auch nach einem geeigneten Partner ist.

Herdenschutzmassnahmen überprüfen

«Eine Durchquerung von Dörfern ist nicht alltäglich, kann aber insbesondere bei jungen Wölfen, die sich an ihnen unbekannten Orten aufhalten, vorkommen», schreibt das Amt weiter. Weil das Tier vermutlich noch keine negativen Erfahrungen mit dem Auto gemacht hat, ergriff es nicht sofort die Flucht. 

Ob der Wolf sich immer noch in Liechtenstein aufhält oder bereits weitergewandert ist, ist derzeit noch nicht klar. Nutztierhalter werden vom Amt für Umwelt gebeten, ihre Herdenschutzmassnahmen regelmässig zu überprüfen. «Herdenschutzmassnahmen sollen flächendeckend über die gesamte Landesfläche – auch beim Heimbetrieb – angewandt werden. Gefährdet ist insbesondere Kleinvieh wie Schafe und Ziegen», heisst es in der Mitteilung weiter.

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