Freitag, 30. September 2022
19.07.2022 16:50
Umwelt

«Tragödie»: Massensterben bei Fischen  befürchtet

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Von: sda

Der Schweizerische Fischereiverband hat hinsichtlich der warmen Gewässer drastische Worte gewählt. Für viele Fische gehe es um das nackte Überleben, teilte der Verband am Dienstag mit.

Kältebedürftige Fische wie Forellen und Äschen leiden zurzeit stark, wird der Geschäftsführer des Fischereiverbands David Bittner in der Mitteilung zitiert. Der Verband rechne mit einer «Tragödie». Denn mit wärmeren Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt und Fische drohen zu ersticken.

Ab 20 Grad sind Forellen und Äschen unter Stress. Ab 22 bis 23 Grad ist laut Mitteilung eine kritische Grenze erreicht und der Sauerstoffmangel nimmt zu. Wassertemperaturen von 25 Grad bezeichnete der Verband als Todesurteil für kältebedürftige Fischarten.

Der Vierwaldstättersee war laut SRF Meteo am Dienstag bei Ennetbürgen NW 26 Grad warm. Der Zugersee verzeichnete 24 Grad. Der Zürichsee war laut SRF Meteo am Dienstag 20 Grad warm. Der Rhein bei Rheinfelden AG 23 Grad und der Neuenburgersee 20 Grad.

Der Fischereiverband bittet die Bevölkerung darum, kein Wasser aus Gewässern zu entnehmen, Bauarbeiten am und in Gewässern zu unterbrechen, Hunde an anderen Orten baden zu lassen, in Bächen keine Staudämme zu bauen und austrocknende Bäche sowie tote Fische den Behörden zu melden. Zudem sollen die Rückzugsorte von Fischen respektiert werden.

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2 Responses

  1. Kaltwasser Arten wie Forellen äsche und trüschen überleben nur noch in den großen und tiefen Seen. Der Rhein ist ein Karpfen und wels Fluss geworden.

  2. Wenn es darum geht, mit erneuerberer Wasserkraft einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten, sind die Fischer immer dagegen. Langsam und stetig sterben ganze Arten aus. Man könnte die Pioritätensetzung in frage stellen.

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