18.04.2013 14:35
Quelle: schweizerbauer.ch - Andrea Accola
Zuchtstiermarkt Vianco-Arena
7900 Franken nach Bieterduell für den Limousin-Muni Nepomuk
Obwohl sich die Stallungen und die Tribünenplätze vor dem 66. Zuchtstiermarkt für Fleischrinder am Mittwoch Abend nur zögerlich füllten,entwickelte sich ein flotter Auktionsverlauf. Den Tageshöchstpreis erzielte der Limousinstier Nepomuk, ein Vetiver-Sohn vom Zuchtbetrieb Annen.

Die noch zu erledigende Feldarbeit, das gute Wetter und der Verkehr im Grossraum Zürich waren wohl dafür verantwortlich, dass sich am Mittwochabend nur gut 200 Käufer und Besucher in der Vianco-Arena einfanden. Das schadete  dem Verlauf der Auktion jedoch nicht – auch, weil die angebotenen Jungstiere durchwegs von hoher Qualität waren. 80 Prozent der käuflichen Stiere erreichten die Eliteauszeichnung. Gleichfalls sehr hoch fiel mit  98 Prozent die Verkaufsquote aus. Nur ein einziger von 45 Stieren fand keinen Käufer.

Stiere auch ab Hof  gefragt

Dieser  Marktverlauf ist ein Abbild der nach wie vor erfreulichen Marktlage bei den Schlachtprodukten aus der Mutterkuhhaltung und der unverändert zunehmenden Anzahl Mutterkuhhaltungsbetriebe in der Schweiz. Auch der Verkauf von Jungstieren ab Hof läuft nach Auskunft verschiedener Züchter sehr engagiert und flüssig.

Swissgenetics griff zu

Alle zwölf im Angebot stehenden Angusstiere – elf davon mit Eliteauszeichnung – fanden einen Käufer. Dies zu Preisen zwischen 4000 und 5700 Franken. Der Durchschnittspreis lag bei 4925 Franken. Für den Höchstpreis bei den Angus von 5700 Franken wechselte der El-Tigre-Sohn Timberwolv vom Murimoos in die Stallungen von Swissgenetics.

Auch alle vier Charolaisstiere fanden im Preisband von 4000 bis 5100 Franken und mit einem Durchschnittspreis von 4450 Franken ihre Käufer. Der Fenol-Sohn Originale vom Zuchtbetrieb Mercanton in Forel VD deckt in Zukunft in der Ferienecke am anderen Ende der Schweiz. Er wurde in den Kanton Graubünden verkauft.

Auch Hektor zur KB

Alle vier aufgeführten Simmentaler Stiere verliessen zu einem Durchschnittspreis von 4575 Franken den Ring. Hektor, ein zweijähriger Steinadler-Sohn mit bereits eigenem Leistungsausweis, gezüchtet von der Anstalt Witzwil in Gampelen BE, wurde von Swissgenetics für den Tageshöchstpreis der Simmentaler von 4800 Franken angekauft.

Mehr als die Hälfte (25 von 45) der zum Kauf angebotenen Jungstiere gehörten der Rasse Limousin an. Und sie fanden alle ausser einem einen Käufer. Die grosse Nachfrage nach der Rasse lässt sich damit erklären, dass Limousin als Vaterrasse auch auf Produktionsbetrieben zum Einsatz kommen.

Spannendes Bieterduell

Auch bei den Limousin stand ein qualitativ hochwertiges Angebot zur Auktion bereit. Zwei Käufer waren der Meinung, dass der Stier Nepomuk aus dem Zuchtbetrieb Annen in Alikon AG für den Einsatz in ihren Betrieben der Richtige sei. Daraus entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, bis schliesslich ein glücklicher Käufer aus dem Kanton Zürich mit anschliessendem Applaus für 7900 Franken den Zuschlag erhielt.

Im Preisband von 4600  bis 7900 Franken und mit einem Durchschnittspreis von 5483 Franken konnten 24 der 25 Limousinstiere einem Käufer zugeschlagen werden. Der Capitaine-Sohn Olstar aus der Zucht der Familie Burri in Dagmersellen LU und der hornlos geborene Mateo-Sohn vom Zuchtbetrieb der Familie Schütz in Walterswil SO wurden von Swissgenetics angekauft.

 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE