19.07.2016 07:22
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Beobachtungsstelle für den Fleischmarkt eröffnet
Die Europäische Beobachtungsstelle für die Sektoren Schweinefleisch sowie Rind- und Kalbfleisch hat in Brüssel ihre Arbeit aufgenommen. Das von der EU-Kommission auf Wunsch der Branche und einiger EU-Regierungen eingerichtete „European Meat Market Observatory“ soll in diesen Sektoren mittels der Verbreitung von Marktdaten und zeitnahen Marktanalysen für mehr Transparenz auf dem Binnenmarkt sorgen.

Die neue Beobachtungsstelle lehnt sich an das bereits bestehende und von der Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung betriebene „European Milk Market Observatory“ an. Dabei handelt es sich um eine Expertengruppe der Kommission.

Sie soll regelmäßig aktualisierte Informationen und Einschätzungen zum Schweine- und Rindfleischmarkt liefern. Ziel sei es, die Wirtschaftsbeteiligten bei der Anpassung an die Entwicklungen in der Fleischbranche zu unterstützen, hieß es in Brüssel.

Umfassende Marktübersicht schaffen

Aber auch der Kommission und anderen öffentlichen Stellen soll die Beobachtungsstelle eine umfassende Marktübersicht verschaffen. Märkte funktionierten nur, wenn alle Beteiligten zur richtigen Zeit Zugang zu den richtigen Informationen hätten, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan anlässlich der Eröffnung der Beobachtungsstelle.

„Es ist bekannt, dass ich an Märkte glaube, deren zentrale Rolle ist es, Exporte, Arbeitsplätze und Gewinne für Europas Landwirte und das Agrobusiness zu schaffen“, so Hogan.

Dachverbände vertreten

Zu den Mitgliedern des Leitungsgremiums der Beobachtungsstelle gehören Vertreter von sieben von der EU-Kommission ausgewählten europäischen Dachverbänden der Lieferkette auf den Fleischmärkten. Die Stelle gliedert sich in die Untergruppen Schweinefleisch sowie Rind- und Kalbfleisch.

Den Vorsitz hat der Agrarökonom Dr. Jens Schaps. Der deutsche EU-Beamte ist Direktor für die Gemeinsame Marktorganisation (GMO), Wirtschaftsfragen und wirtschaftliche Analysen der Agrarmärkte in der Generaldirektion für Landwirtschaft.

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