Sonntag, 28. Februar 2021
04.05.2019 08:25
Evolèner

Berühmte Kuh ist keine Evolèner

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Bei der Ende März ausgebrochenen und durch die Medien berühmt gewordene Kuh „Spächtli“ handelt es sich nicht um eine Evolèner, sondern um ein Kreuzungstier.

Die durch die Medien bekannt gewordene Kuh «Spächtli» ist keine Evolèner. Die Überprüfung der TVD-Nummer hat ergeben, dass die Mutter von «Spächtli» eine Kreuzung zwischen Limousin mal Rotfleckvieh ist. Angaben zum Vater sind keine vorhanden.

Somit handelt es sich bei «Spächtli» nicht, wie fälschlicherweise in sämtlichen Medien berichtet worden ist, um eine reine Evolèner Kuh, sondern um ein Kreuzungstier. «Spächtli» sorgte Anfang Jahr für Furore, als sie in der Region Worb BE aus dem Laufhof ausbüxte und sich während mehr als 30 Tagen im Wald versteckte (schweizerbauer.ch berichtete). «Wir haben keine Ahnung, wo wir die Kuh noch suchen könnten. Sie kann mittlerweile ziemlich weit sein», sagte Kurt Schmutz Ende März zur «Berner Zeitung». Ihm bleibe nichts anderes übrig, als zu warten.

Durch den Medienrummel aufmerksam geworden, schaltete sich der österreichische Gnadenhof Gut Aiderbichel ein, kaufte die Kuh dem Besitzer ab und konnte sie schlussendlich mithilfe zweier Lockkühe einfangen (schweizerbauer.ch berichtete). Das Kreuzungstier ging nun statt in die Metzg nach Österreich.

Evolèner

Charakteristisch sind der kurze Kopf und die rote, kastanienbraune oder schwarze Grundfarbe mit weissen Flecken. Die Rasse zeichnet sich durch eine sehr guter Berggängigkeit aus. Evolènerkühe besitzen ein problemlose Fundament und sehr gute Klauen, Klauenprobleme sind in dieser Rasse unbekannt. Robustheit und leichtes Abkalben gehören zu den weiteren Eigenschaften dieser Rasse.

Das Evolèner Rind ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Einerseits ist es die einzige in der Schweiz erhaltene kleinrahmige Zweinutzungsrasse, andererseits zeigen genetische Vergleiche, dass die Evolèner – zusammen mit den Eringern – einen anderen Ursprung haben als alle anderen Rindviehrassen der Schweiz. In früheren Zeiten leisteten die Evolèner Kühe mit ihrer Milch aus dem vielfach kargen Futter einen wichtigen Beitrag zum Überleben der oft armen Walliser Bergbauernfamilien. Heute soll aus dem Grundfutter eine Milchleistung von 3’500 kg ab der 3. Laktation erreicht werden. Quelle: Evolèner Zuchtverein

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