4.09.2013 18:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
beef.ch-Jungzüchterwettbewerb
Das sind die Fleischrinder-Cracks von morgen
Am Jungzüchterwettbewerb führte die Züchterelite von morgen ihr Können vor. Einen ersten, einen zweiten und einen dritten Platz ging nach Court BE zur Familie Beuchat.

 

Am Mittwoch fand an der beef.ch der Jungzüchterwettbewerb statt. Es war der erste seit vielen Jahren und eine gute Gelegenheit für den Mutterkuhhalter-Nachwuchs, sein Können vorzuführen. Und das ein grosses Mass an Know-how vorhanden sein musste, merkte man bereits beim Lesen der Startliste. Birrer, Beuchat, Tobler, Burri, Schütz - das nur einige Nachnamen der Teilnehmer, die meist aus bekannten Züchterfamilien stammten.

Präsentation zählt

«Beim Jungzüchterwettbewerb steht nicht Rasse oder Schönheit des Tieres im Mittelpunkt», erklärte Mathias Gerber den Zuschauern in der gut gefüllten Arena den Ablauf. Der Herdebuchpräsident von Mutterkuh Schweiz und bekannte Simmentalzüchter hatte den Wettbewerb mitorganisiert und er war auch in der dreiköpfigen Jury vertreten. «Entscheidend ist, wie die Jungzüchter das Tier und sich selber zurechtgemacht haben, wie sie es vorführen und wie sie auf die Fragen der Jury antworten.» Jedes Jurymitglied vergab für diese Punkte Teil- und anschliessend eine Gesamtnote, die für die Rangierung gemittelt wurde.

In der Kategorie U13 siegte der 11-jährige Alain Burkhard aus Lützelflüh-Goldbach BE mit seinem Galloway-Kalb Romea, das er ohne Hilfe und mit grosser Selbstverständlichkeit präsentierte. Zweiter wurde Kevin Rühli aus Hemishofen SH. Er führte sehr souverän einen Jungstier seines Göttis, Daniel Zimmermann aus Hemishofen SH, vor. Über den dritten Platz freute sich Carmen Beuchat aus Court BE mit ihrem Blonde-d'Aquitaine-Kalb Idolle de Chavanné.

Doppelsieg

Nach dem dritten Rang von Carmen durfte sich Familie Beuchat bei den unter 17-Jährigen über einen Doppelsieg freuen. Der Sieg den 15-jährigen Matthieu Beuchat war in dieser Kategorie unbestritten. Er führte das Blonde-d'Aquitaine-Rind Fleur nicht nur perfekt vor, sondern wusste auch alle Fragen bestens zu beantworten. Auf dem zweiten Platz folgte ihm seine Schwester Sarah, Jahrgang 2000, mit dem Rind Fleur. Mit sämtlichen Beuchat-Tieren, das merkte man, wurde im Vorfeld der Show fleissig geübt. Dritte wurde Celine Burkhard, Lützelflüh-Goldbach, mit Gallowaykalb Diana.

Enge Entscheidung

In der Kategorie U21 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alle Jungzüchter konnten sämtliche Fragen zu ihren Tieren ohne einmal nachzudenken beantworten. Alle hatten sich selber und die Tiere perfekt gestylt. Da musste schliesslich den Ausschlag geben, dass einige Rinder und Kühe nicht den besten Tag hatten und sich an der Halfter ziemlich wild gebärdeten. Schlussendlich siegte Sandro Aregger aus Hasle LU mit dem Limousin-Jungstier Burri's Oslo aus seinem Lehrbetrieb. Auch der Zweitplatzierte holt sich sein Rüstzeug als Fleischrinderzüchter bei Familie Burri aus Dagmersellen LU: Adrian Schütz als Walterswil SO konnte die Jury mit der Präsentation von Burri's Osira, einem Rind, überzeugen. Dritter wurde in einer haarscharfen Entscheidung Nico Rösli aus Dägerlen ZH mit seinem Charolais-Absetzer Luna.

«In allen drei Kategorien ist es uns schwer gefallen, die Plätze zu vergeben», lobte Matthias Gerber am Schluss alle Teilnehmer, «deshalb dürft ihr euch alle als Sieger fühlen.»

 

 

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