18.11.2017 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Einfuhrsperre für Rindfleisch aufgehoben
Laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Canberra hat China Ende Oktober sechs bedeutenden Rindfleischexporteuren in Australien wieder die Ausfuhr in die Volksrepublik erlaubt. Den Unternehmen, darunter auch zwei Betriebe von JBS, waren von chinesischer Seite Unregelmäßigkeiten bei der Kennzeichnung ihrer Produkte vorgeworfen worden, weshalb die Exportgenehmigung am 25. Juli ausgesetzt wurde.

Zusammen hatten die betroffenen Exporteure einen Anteil von rund 30 % an den australischen Rindfleischausfuhren nach China. Expertenschätzungen zufolge entstand ihnen durch das Importverbot ein täglicher Schaden von etwa 0,76 Mio Franken.

Entsprechend erleichtert zeigte sich das Landwirtschaftsministerium und auch Australiens Handelsminister Steven Ciobo über die schnelle Lösung des Problems, was durch die „sehr guten Beziehungen zu China“ möglich geworden sei.

Andere Länder länger gesperrt

Industriekreise wiesen darauf hin, dass in einem vergleichbaren Fall von angeblich falsch gekennzeichneten Schweinefleischlieferungen von Deutschland nach China fünf Monate bis zur Aufhebung der Sperrung vergangen seien und kanadische Lieferanten nach einem Fund von Rückständen im Fleisch gar 18 Monate bis zur Wiederzulassung hätten warten müssen.

Laut aktuellen Aussenhandelsdaten hat Australien von Januar bis Oktober 2017 rund 86'000 t Rindfleisch nach China verkauft, womit die Volksrepublik auf Platz vier der wichtigsten Kunden des fünften Kontinents rangierte. Trotz der zwischenzeitlichen Sperrung von bedeutenden Unternehmen lag die Ausfuhrmenge in etwa auf dem Vorjahresniveau. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE