29.12.2017 07:35
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Jahresrückblick 2017 (3/8)
Es wurde teuer eingestallt
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2017. In der achtteiligen Serie erfahren Sie das Wichtigste zum Landwirtschaftsjahr 2017. Im dritten Teil geht es um den Bankvieh- und Kälbermarkt.

Der Bankviehmarkt verlief erfreulich und die Produktion war leicht sinkend. Zufrieden konnte sein, wer Bankmuni verkaufte. Für mittelfleischige QM-Munis T3 franko Schlachthof wurden im Schnitt 9.24 Franken je Kilo Schlacht-gewicht (SG) gelöst, das sind 15 Rappen mehr als 2016.

Die Preise der mittelfleischigen QM-Rinder RG fielen mit 9.22 Franken um 18 Rappen höher aus als in derselben Vorjahreszeit. 2017 gab das Bundesamt für Landwirtschaft  5'675 Tonnen High-Quality Rinds-Nierstücke für den Import frei, 275 Tonnen weniger als im Vorjahr. Auf den öffentlichen Märkten wurden die Proviandepreise der Tiere zur Weitermast stark überboten.

Gutes Jahr für Kälbermäster

Die Kälbermäster hatten ein besseres Jahr als 2016. Im Frühjahr wurden als preisstützende Massnahme rund 590 Tonnen Kalbfleisch eingefroren und erst im Spätherbst verkauft. So sanken die Kälberpreise saisonal nur auf 13.20 Franken je Kilo SG statt wie im Vorjahr auf unter 12 Franken.

Infolge des tieferen Angebots erholten sich die Kälberpreise bald. Der Durchschnittserlös lag bei den QM-Bankkälbern bei 14.48 Franken, das sind 70  Rappen mehr als 2016.

Die Kälbermäster litten unter dem knappen Angebot an Tränkern und mussten teuer einstallen. Jährlich sinken die Kälbergeburten um rund 5'000 Stück, kein Wunder mangelt es an kleinen Tränkekälber. 


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