10.09.2017 10:54
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Exporteure machen gute Geschäfte
Die Exporteure von Lebendrindern und Rindfleisch in der Europäischen Union haben im ersten Halbjahr 2017 gute Geschäfte gemacht und ihre Umsätze im Vorjahresvergleich steigern können. Nach Angaben der EU-Kommission legte der Drittlandsabsatz gegenüber den ersten sechs Monaten von 2016 um 52'360 t oder 15,9 % auf 381'260 t Schlachtgewicht (SG) zu.

Das war die höchste Halbjahresmenge seit mehr als zehn Jahren. Die aus dem Export resultierenden Erlöse summierten sich auf 1,20 Mrd Euro, das waren rund 138 Mio Euro beziehungsweise 13 % mehr als in der ersten Jahreshälfte 2016.

Grossen Anteil am florierenden Export hatte vor allem die Rindfleischausfuhr einschließlich Nebenerzeugnissen. Diese stieg gegenüber im Halbjahresvergleich um 23 % auf 267 400 t.

Hongkong wichtigster Absatzmarkt

Dabei legten insbesondere die Lieferungen nach Hongkong überdurchschnittlich stark zu, nämlich um 71 % auf 42'070 t. Die dortigen Kunden orderten doppelt so viel gefrorenes Rindfleisch und 60 % mehr genießbare Schlachtnebenerzeugnisse und wurden so zum wichtigsten Absatzmarkt der EU-Anbieter.

Noch dynamischer entwickelten sich allerdings die Geschäfte mit den Philippinen, wohin die Ausfuhrmenge um 131 % auf 19 310 t wuchs. Dort waren vor allem knochenlose Gefrierware und Nebenerzeugnisse gefragt.

Schlachtnebenerzeugnisse für Afrika

Zu den wichtigen Rindfleischkunden der EU zählten weiterhin Bosnien-Herzegowina, Ghana und die Elfenbeinküste, wobei diese Destinationen ihre Bezüge zwischen 6 % und 17 % steigerten.

Während dabei in die afrikanischen Länder überwiegend Schlachtnebenerzeugnisse geliefert wurden, war Bosnien-Herzegowina, noch vor der Schweiz - grösster Abnehmer von frischem und gekühltem Rindfleisch aus der EU.

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