1.10.2014 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Futtermittel
GVO-Futter gefährdet Nutztiere nicht
GVO-Futtermittel haben keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit und Produktivität von Nutztieren. Zu diesem Schluss kommt eine US-amerikanische Studie.

In den USA sind GVO-Futtermittel Standard: Über 95 Prozent der Nutztiere werden mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ernährt. Grossflächig angebaut werden die GVO-Pflanzen seit 1996. Im letzten Jahr betrug der GVO-Anteil bei den Zuckerrüben 95%, bei Soja 93% und bei Mais und Baumwolle 90%.

Keine schädlichen Auswirkungen

Bei der Zulassung einer GVO-Pflanze als Futter- oder Lebensmittel muss nachgewiesen werden, dass ihre Zusammensetzung und der Nährwert nicht nachteilig verändert sind. Teilweise werden auch Fütterungsstudien mit Versuchstieren durchgeführt, obwohl deren Wert von Fachleuten immer mehr in Frage gestellt wird da sie teuer und zeitaufwändig sind, heisst es im Newsletter. Langzeit-Versuche, über mehrere Tier-Generationen und mit einer grösseren Zahl von Tierarten und GVO-Futterpflanzen-Arten, hätten bisher nie Hinweise auf unerwartete schädliche Wirkungen gezeigt.

Forscher der University of California haben nun die Auswirkungen der GVO-Fütterung auf die Nutztiere untersucht, indem sie Daten von unzähligen Studien vor und nach Einführung des GVO-Anbaus verglichen. Resultat: GVO-Futtermittel haben keinen negativen Einfluss auf Gesundheit und Produktivität der Nutztiere.

Bessere Milchqualität

Alle Indikatoren wiesen auf einen gleichbleibenden oder kontinuierlich verbesserten Zustand der Nutztiere hin, heisst es im Newsletter von Scienceindustries, dem Verband der Schweizer Chemie-, Pharma- und Biotech-Branche. So hätten Milchertrag und –Qualität sowie das Schlachtgewicht weiter zugenommen.

Hinweise für eine Verschlechterung der Futterqualität, die mit der Umstellung auf GVO-Futterpflanzen einhergingen, sind nicht bekannt. Der Anteil von Tieren, die aus Gesundheitsgründen für eine Verarbeitung nicht geeignet waren, sei stetig zurückgegangen, heisst es in der Studie.

Die Wissenschaftler können damit keinen objektiven Vorteil für Tierwohl oder Produktivität durch eine Fütterung ohne GV-Pflanzen erkennen. Von 2000 bis 2011 wurden in den USA über 100 Mia. Nutztiere mit GVO-Futter ernährt. Nur noch weniger als 5 Prozent werden GVO-frei gefüttert, grösstenteils mit importierten Futtermitteln. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, da die globalen Anbauflächen für GVO-Pflanzen zunehmen und immer mehr GVO-Pflanzensorten mit neuen Eigenschaften zugelassen werden.

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