2.03.2018 07:05
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Kuh des Jahres
«Kaia weiss, dass sie eine Schöne ist»
Fünf Simmental-Kühe haben Ueli Rubin und Monika Wittwer. Eine davon ist die neu gewählte Mutterkuh des Jahres 2017.

Ueli Rubin und Monika Wittwer aus Emdthal BE bewirtschaften einen Mutterkuhbetrieb mit 4ha LN in der Talzone auf dem Gemeindegebiet von Wimmis. Vom Mai bis September sind alle Tiere auf der Alp im Kiental. Alle Tiere – das sind fünf Simmental-Kühe mit Nachzucht, ein Zuchtstier und derzeit noch ein hochträchtiges Rind. 

Stammkuh Königin

Eine der Kühe ist ruwi’s Kaia. Ihre Grossmutter, Königin, wurde im Jahr 2002 als Rind zugekauft bei der Umstellung von der Kälbermast auf die Mutterkuhhaltung. «Mit Königin hat unsere Zucht begonnen», blickt Monika Wittwer zurück, «der ganze Viehbestand bis auf zwei Tiere stammt von ihr ab.» Nachvollziehbar ist das anhand der Anfangsbuchstaben ihrer Namen, alle Königin-Nachkommen haben ein K, auch Kaia, die frisch gewählte Mutterkuh des Jahres.

Dass Monika Wittwer und Ueli Rubin Simmentaler züchten, hat mehrere Gründe. Schon als die Kühe noch gemolken und  Kälber gemästet wurden, stand ein Teil Simmental-Kühe im Stall. Als Mutterkühe überzeugten diese schlussendlich am meisten. «Und schliesslich ist Wimmis, wo der Betrieb liegt, auch das Tor zum Simmental», betont Ueli Rubin.

Guter Mutterinstinkt

Derzeit ist Kaia hochträchtig – was sie nicht daran hindert, ihre Dominanz zur Schau zu stellen. «Kaia weiss, dass sie eine Schöne ist», lacht Ueli Rubin, und Monika Wittwer ergänzt: «Bei einer frischen Siloballe ist sie die Erste, die frisst. Ihre eigenen Nachkommen duldet sie neben sich, andere Kühe nicht.» Kaia sei die Anführerin und habe einen sehr guten Mutterinstinkt. 

An der Sichlete


Die Simmentaler mit dem K als Anfangsbuchstaben und dem Präfix ruwi’s sind schon weit herumgekommen. Kaias Sohn Kuno war im April 2016 am Stierenmarkt Brunegg Vizechampion und ist nun als Deckstier im Einsatz. Tochter Kalinka war an der Swissopen im dritten Rang klassiert. Kaia selber war als Rind an der Swissopen im dritten Rang klassiert. 2015 war sie mit Kalb Kuno an der Swissopen Zweite, und auch 2017 nahm sie an der Swissopen teil. 

Zudem war sie an der BEA ausgestellt – damals noch als Kalb – , an der Agrimesse in Thun  und an der Sichlete auf dem Bundesplatz. An Schauerfahrung mangelt es ihr  nicht. «Und jetzt ist unsere Kaia auch noch Mutterkuh des Jahres, das ist ja Wahnsinn», freuen sich Wittwer und Rubin.

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