15.04.2018 09:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Brasilien
Mehr Rindfleisch aus Brasilien
Die brasilianischen Rindfleischexporteure haben in den ersten zwei Monaten dieses Jahres ihre Ausfuhren gegenüber dem Vorjahrzeitraum merklich gesteigert und konnten auch bei den Erlösen einen Zuwachs erzielen.

Nach Angaben des Verbandes der brasilianischen Fleischexporteure (ABIEC) legten die Rindfleischausfuhren einschliesslich Nebenerzeugnissen im Januar und Februar 2018 um insgesamt 17,4 % auf 253'981 t zu. Die daraus resultierenden Exporterlöse stiegen wegen der höheren Verkaufspreise sogar um 22,6 % auf 1 Mio Franken .

Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da der Fleischskandal aus dem Vorjahr und die Beanstandungen von Ware, darunter auch von der Europäischen Union, am Image der Lieferanten gekratzt hatten. Zudem hat der wichtige Kunde Russland seit Dezember 2017 wegen Rückständen des Wachstumsförderers Ractopamin praktisch die gesamte Einfuhr von Schweine- und Rindfleisch aus Brasilien gesperrt.

Hälfte geht nach China

Wurden von Brasilien in den ersten beiden Monaten 2017 noch 22'750 t Rindfleisch nach Russland geliefert, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres nur noch 469 t, davon 441 t Naturdärme. Ansonsten schränkten von den wichtigeren Abnehmern nur der Iran, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Algerien ihre Bestellungen ein.

Das konnte jedoch durch eine wachsende Nachfrage in anderen Ländern überkompensiert werden. So legten allein die Rindfleischausfuhren auf den Wachstumsmärkten China und Hongkong gegenüber den beiden Vorjahresmonaten um 40'155 t oder 47,2 % auf 125'176 t zu.

Damit ging fast die Hälfte des brasilianischen Rindfleischs in die Volksrepublik, was auch für die Exporteinnahmen von gut 482 Mio Franken galt. 

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