28.05.2019 19:10
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/mgt
Mutterkühe
Mutterkuhhalter schneiden gut ab
Eine Analyse von Mutterkuh-Betrieben zeigt, dass diese in 18 von 21 untersuchten Bereichen punkto Nachhaltigkeit über dem Durchschnitt liegen. Die Studie bescheinigt den Mutterkuhhaltern einen hohen Tierwohlstandard. Im Bereich der Biodiversität besteht aber ein beachtlicher Unterschied zwischen den «besten» und den «weniger guten» Betrieben.

Die Analyse basiert auf 12 herkömmlichen Betrieben und 12 Bio-Betrieben. Ziel des ersten Teils des Projektes war es, mit Hilfe des Tools "SMART-Farm" die aktuelle Nachhaltigkeit der Mitgliedsbetriebe zu bestimmen und die Stärken und Schwächen der Betriebe und der Produktion generell aufzuzeigen, wie Mutterkuh Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt. Zwar können die Ergebnisse laut Mutterkuh Schweiz wegen der kleinen Fallzahl nicht verallgemeinert werden, sie verschafften aber einen Überblick.

Das Tool Smart-Farm umfasst vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gute Unternehmensführung, Ökologische Integrität, Ökonomische Resilienz und Soziales Wohlergehen). Mit Hilfe des Tools (Sustainability Monitoring and Assessment RouTine), kann die Nachhaltigkeit in der Produktion von landwirtschaftlichen Rohwaren umfassend bewertet werden. Dabei handelt es sich um kein neues Label, sondern um eine neutrale Methode zur effizienten Analyse der Produktionsbedingungen. 

Im Bereich der Ökologischen Integrität, die die höchsten Durchschnittswerte erreicht hat, wird der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auf den analysierten Betrieben als gut bis sehr gut eingestuft. Auch der hohe Standard des Tierwohls wurde hervorgehoben. Die Resultate zeigen laut Mitteilung aber, dass im Bereich der Biodiversität ein beachtlicher Unterschied zwischen den "besten" und den "weniger guten" besteht. Dasselbe gilt für die Verwendung erneuerbarer Energien. Verbesserungsvorschläge sind deshalb auf diese beiden Themen ausgerichtet.

Wirtschaftlich gesehen weist die Mehrheit der analysierten Betriebe schwarze Zahlen vor. Zum grössten Teil sind sie wirtschaftlich gesund und können in ihre Infrastrukturbedürfnisse, Maschinen usw. investieren. Vier der 24 Betriebe können jedoch ihre Fixkosten nicht abdecken und fünf erzielen kein Einkommen. Zudem besteht bei der Bekanntheit des Produkts Verbesserungspotenzial bezüglich Direktverkauf/Transparenz sowie bei der Bekanntheit des Ortes und der Produktionsbedingungen. 

In Bezug auf das Soziale Wohlergehen geniessen die Betriebsleiter sowie ihre Angestellten gemäss Kriterien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen hohen Lebensstandard. Die Betriebsleiter könnten jedoch mehr Weiterbildungen besuchen. Zudem könnten ihre Angehörigen bei Invalidität durch Unfall oder im Todesfall besser geschützt oder versichert sein.n.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE