16.01.2014 11:47
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Mutterkuh Schweiz
Neues Label für Limousin?
Nach SwissPrimAngus lanciert Mutterkuh Schweiz weitere rassenspezifische Labels. Zuerst für die Rasse Limousin.

Seit einigen Jahren können Anguszüchter ihre Tiere nicht nur rassenneutral als Natura-Veal, Natura-Beef oder SwissPrimBeef vermarkten. Mit SwissPrimAngus steht ihnen ein Absatzkanal offen, bei dem die Rasse genannt wird und sogar ein Hauptverkaufsargument bildet. SwissPrimAngus wird exklusiv bei Manor verkauft und läuft hervorragend.

Erste Tiere geschlachtet

Nach SwissPrimAngus lanciert Mutterkuh Schweiz nun weitere rassenspezifische Labels. Diesmal steht die Rasse Limousin im Vordergrund. Das geplante neue Label wird wie Natura-Veal und Natura-Beef über Coop vermarktet werden. Mutterkuh Schweiz hat diesbezüglich mit dem Grossverteiler Gespräche geführt und ist zur Tat geschritten. «Seit Anfang Jahr schlachtet Bell jede Woche 20 Tiere, vornehmlich Limousin, aber auch andere Rassen», erklärt Urs Vogt, Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz. Damit wolle man vor allem Erkenntnisse zur Schlachtkörperqualität gewinnen.

Laut Josef Dähler, Leiter Geschäftsbereich Frischfleisch bei Bell, gehen die Schlachtkörper bislang in die bestehenden Rindfleischkanäle: «Noch wird das Fleisch am Verkaufspunkt bei Coop nicht speziell ausgelobt.» Der Name und die Details des Programms stünden nämlich noch gar nicht fest, erklärt Dähler: «Und wir wissen auch noch nicht, wie das neue Programm am Verkaufspunkt beworben werden soll.» Mit den Argumenten «Fleischqualität», «Tierwohl», «Mutterkuhhaltung» und «Fleisch aus Gras» habe man aber einige gute Trümpfe im Ärmel.

Älter als Natura-Beef

Klar ist laut Dähler hingegen, dass die Limousin-Schlachttiere älter als 10 Monate und damit älter als Natura-Beef sein werden. Bei Mutterkuh Schweiz gibt es mit SwissPrimBeef schon ein Programm für ausgemästete Rinder. Vermarktet wird SwissPrimBeef aber nicht über Coop, sondern ausschliesslich über die Traitafina. «SwissPrimBeef ist ein gutes Programm», lobt Dähler, «das Limousin-Fleisch wird von der Qualität her ähnlich wie SwissPrimBeef sein. Wir werden aber eine obere Grenze beim Schlachtgewicht (SG) setzen, die tiefer als beim SwissPrimBeef liegt.»

Limite beim SG

SwissPrimBeef erlaubt maximale Preiszuschläge bis 330kg SG. Dähler hätte ab liebsten ein SG unter 300kg. Beschlossen sei aber noch nichts: «Weitere Details dazu werden wir voraussichtlich im Frühling bekannt geben.» Bis dann sollen neben Coop auch weitere Abnehmer ins Boot geholt werden. Laut Dähler gibt es Interessenten aus dem Detailhandel und der Gastronomie.

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