18.02.2019 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Hong Kong
Rinder «stürmen» Supermarkt
In Hongkong kam es Anfang Februar zu einem aussergewöhnlichen Vorfall. Mehrere Rinder drangen in einen Supermarkt ein und taten sich am Gemüse und Obst gütlich. Auf der Insel Lantau, die zum Stadtgebiet der Millionenmetropole gehört, laufen über 1000 Rinder frei umher. -> Mit Video

Gemäss der Zeitung «Ming Pao» stürmten die Rinder am Abend des 7. Februars die Lebensmittelabteilung des Supermarkts Fusion Park and Shop auf der Insel Lantau. Auf dem Video im Netz kursierenden Video suchen die Tiere nach Futter. Und das finden sie beim Obst und Gemüse. Die Ladenmitarbeiter wussten nicht so genau, wie ihnen geschah. Kunden filmten die filmreife Szene mit ihren Smartphones. 

Schlussendlich konnten die Ladenmitarbeiter zusammen mit Kunden die Eindringlinge aus dem Laden vertreiben. Zurück blieben ein verschmutzter Laden und derangierte Ware, die entsorgt werden musste. 

Zwischenfälle mit den Vierbeinern kommen immer wieder vor, weil der Lebensraum der Tiere laufend verkleinert wird. «In den vergangenen Jahren wurde viel Kulturland überbaut. Die Rinder haben nicht mehr genügend Gras und Rückzugsmöglichkeiten», sagte Ho Loy, Vorsitzende der Lantau Rinder Vereinigung zur «South China Morning Post». Zudem verloren die Tiere die Scheu vor den Menschen, weil sie gefüttert wurden.

Im November wurde ein toter Bulle am Strand entdeckt. In seinem Magen und Darm fanden sich mehrere Plastiksäcke. Gemäss dem Landwirtschaftsamt Hongkongs leben rund freilebende 1100 Rinder und 120 Büffel auf der Insel Lantau, die zum Stadtgebiet von Hong Kong gehört. Die Insel Lantau befindet sich gegenüber der Mündung des Perlflusses und hat eine Grösse von 146,38 km² bei einer Bevölkerung von über 100'000 Einwohnern.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE