18.06.2018 14:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Rinderzüchter warnen vor Betrüger
In deutschen Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt treibt ein Mann ein falsches Spiel. Dieser kauft die Rinder ab Hof, den vollen Verkaufspreis erhalten die Bauern aber nicht. Züchter warnen nun vor Geschäften mit dem Betrüger.

Gemäss einem Bericht der Bauernzeitung Sachsen-Anhalt geht der Betrüger immer nach demselben Muster vor. So interessiert er sich nur für Fleckvieh- und Charolais-Rinder. Den Verkäufern gaukelt er vor, bei einem Kauf nicht erfolgreich gewesen zu sein. Um nicht mit leerem Anhänger zurückfahren zu müsse, wolle er direkt ab Hof Tiere kaufen, sagt er den Züchtern jeweils. 

Er leistet dann aber nur eine Anzahlung, verlädt die Tiere und macht sich aus dem Staub. Den Restbetrag überweist er den geprellten Bauern jeweils nicht. «Der Betrüger ist wohl schon seit rund drei Jahren erfolgreich», sagt Gernot Pohl von der Zuchtorganisation RinderAllianz gegenüber top agrar-online.

Obwohl Name und Adresse des Mannes bekannt sind, können irregeführte Bauern nicht viel dagegen machen. Denn der Käufer ist insolvent und überschreibt die Tiere nach dem «Kauf» umgehend seiner Lebenspartnerin. Deshalb warnt Pohl die Bauern. «Geben Sie die Tiere auf keinen Fall nur mit einer kleinen Anzahlung ab. Auch das Zurückhalten des Tierpasses nützt in diesem Fall nicht, denn die Betrüge haben auch schon Ersatzpässe beantragt», so Pohl zu top agrar. 

Wie viele Bauern betroffen sind, ist unklar. Einige Landwirte wollen mit einer Sammelklage gegen den Betrüger vorgehen.

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