28.10.2017 09:40
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Fleischrinder
Tierwohl-Label oder vegan?
Am Donnerstag haben im Rahmen eines Podiums Vertreter von Mutterkuh Schweiz und von Tier im Fokus zum Thema "Tierwohllabel versus vegane Ernährung" diskutiert.

Der Aufschwung der Mutterkuh-Haltung in den letzten Jahrzehnten stehe in engem Zusammenhang mit der Tierschutz-Bewegung, heisst es in einer Medienmitteilung von Mutterkuh Schweiz. So wächst unter anderem das Kalb bei der Kuh auf und die Fütterung basiert hauptsächlich und vielerorts ausschliesslich auf Gras und Heu. All dies sei von den Tierschutz-Organisationen und den Konsumenten anerkannt und gefördert worden.

In letzter Zeit greife die vegane Bewegung aber selbst die tierfreundliche Mutterkuhhaltung auf Grasland an, schreibt Mutterkuh Schweiz weiter. Laut Mutterkuh Schweiz würde bei einer Aufgabe der Tierhaltung ein Teil der Lebensmittel, die heute auf Grasland produziert werden, für die menschliche Ernährung fehlen. Auf dem Podium waren die Mutterkuh-Vertreter deshalb der Meinung, dass die Gesellschaft auf die Nutzung von Wiederkäuern nicht verzichten könne. Einig war man sich laut Mitteilung, dass bewusste Entscheide der Konsumenten wichtig sind. Sie hätten es in der Hand, ob sie Fleisch mit Tierwohllabel, konventionelles Fleisch, Billig-Fleisch aus Massentierhaltung oder gar kein Fleisch essen wollten.
 
In einer Mitteilung bezeichnet Tier im Fokus das Podium auf Initiative von Mutterkuh Schweiz und deren Gesprächsbereitschaft bereits als Erfolg. Noch vor wenigen Jahren sei man belächelt worden, heut wolle die Fleischbranche die Sichtweise kennenlernen. Von einer Einigkeit ist man hingegen entfernt, denn für TIF gibt es nur eine Lösung: Die Abschaffung der Nutztierhaltung.

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