2.04.2019 15:09
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Spanien
Tote Rinder an Badestrand
Auf Teneriffa wurden in der vergangenen Woche tote Rinder angespült. Die Tiere stammten mit grosser Wahrscheinlichkeit von einem Transportschiff. -> Mit Video

Diesen Anblick erwarten Touristen nicht, wenn sie auf die Kanarischen Inseln fliegen. Gemäss einem Bericht von reisereporter.de entdeckten zwei Feriengäste an einem Strand im Südosten von Teneriffa einen Kadaver im Wasser. Der tote Stier wurde mit einem Traktor an Land gezogen.

In Granadilla de Abona wurde ebenfalls ein totes Rind angespült. Und Fischer entdeckten einen dritten Kadaver im Meer zwischen den Inseln Teneriffa und La Gomera. Gemäss einem Bericht der britischen «Sun» stammen die toten Tiere von einem Frachter, der Rinder von Südamerika nach Europa überführte.

Der Fund der toten Rinder wurde vom Landwirtschaftsamt der Kanarischen Inseln bestätigt. «Die Tiere stammen mit grosser Wahrscheinlichkeit von einem Frachtschiff. Die Tiere starben auf dem Frachter und wurden über Bord geworfen», sagte David de Vera vom Landwirtschaftsamt zur «Sun».

Dies sei aber nicht erlaubt. Tote Tiere müssten an Bord verbrannt werden oder am nächsten Hafen abgeladen werden. Gemäss dem Radiosender «SER» hat das verantwortliche Transportschiff einen wenig schmeichelhaften Übernahmen. Das «Stinkschiff» durfte in der Vergangenheit aufgrund des extremen Gestanks in einigen Häfen nicht anlegen, unter anderem in Las Palmas auf Gran Canaria.

Bereits im Sommer 2018 wurden vor Gran Canaria tote Rinder entdeckt. Auch diesen stammten von einem Frachtschiff. 2016 musste das Schiff Polaris 2 mit Lebendvieh notfallmässig auf Teneriffa anlegen, berichtet die «Sun». Dem Frachter ist das Futter ausgegangen. Die Veterinärbehörde ordnete in der Folge die Schlachtung von 300 Rindern an.

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