11.02.2020 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
US-Rinderbestand wächst nicht mehr
Auf den Farmen in den Vereinigten Staaten sind seit 2015 die Rinderbestände kontinuierlich aufgestockt worden, doch nun ist diese Entwicklung zum Stillstand gekommen.

Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden am Stichtag 1. Januar 2020 insgesamt 94,41 Millionen Rinder gehalten. Das waren 392'000 Stück oder 0,4% weniger als zwölf Monate zuvor.

Verglichen mit dem Jahresbeginn 2014, als die Rinderpopulation in den USA mit 88,53 Millionen Tieren auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren gesunken war, ist die Herde jedoch noch um 5,88 Millionen Tiere oder 6,6% grösser. Gemäss den aktuellen Viehzählungsergebnissen hat es bei allen Tierkategorien im Vorjahresvergleich Bestandsrückgänge gegeben.

Einzige Ausnahme war das Jungvieh mit einem Gewicht unter 500 lbs (227 kg), dessen Zahl um 1,4% auf 14,74 Millionen Stück wuchs. Dagegen wurde der Bestand an Färsen und Ochsen über 227 kg jeweils um 0,5% auf 20,11 Millionen beziehungsweise 16,67 Millionen Stück abgestockt. Bei den Bullen ergab sich mit 2,24 Millionen Tieren ein Minus von 0,7%.

Die stärkste Abnahme wurde bei den abgekalbten Färsen und Kühen mit 1,0% auf 40,65 Millionen Tiere verzeichnet. Dabei schrumpfte vor allem die Herde der Fleischkühe, um 1,2% auf 31,32 Millionen Stück. Bei den Milchkühen fiel der Rückgang mit lediglich 18'000 Tieren oder 0,2% auf 9,34 Millionen moderat aus. Das USDA ging im Dezember in einer Prognose davon aus, dass die Kuhzahl 2020 weitgehend stabil bleiben und die Milchproduktion gegenüber 2019 um 1,7% auf gut 100 Mio. t steigen wird.

Die Analysten aus Washington prognostizierten zudem für die diesjährige US-Rindfleischerzeugung im Vergleich zu 2019 einen moderaten Zuwachs von 131'000 t oder 1,1% auf 12,45 Mio t. Damit würde sich die Wachstumsrate im Vergleich zu den Vorjahren merklich abschwächen und Rindfleisch gegenüber Schweinefleisch deutlich an Boden verlieren. Für die Schweinefleischerzeugung wird vom USDA für 2020 ein Anstieg um 3,6% auf annähernd 13 Mio. t erwartet.

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