14.03.2014 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann, Samuel Krähenbühl
Mutterkuh Schweiz
Vorstand will seine Mitglieder selber informieren
Der Vorstand von Mutterkuh Schweiz teilt in einem Newsletter seine Sicht zu den Vorwürfen aus den eigenen Reihen mit.

Der Vorstand bedankt sich in einem Newsletter bei allen Mitgliedern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Das grosse Engagement trage Früchte. «Wichtig ist, dass wir geeint auftreten und damit die Interessen der Mutterkuhhalter mit Kraft einbringen können. Die Aktivitäten von Mutterkuh Schweiz werden in einer offenen Unternehmenskultur diskutiert», heisst es.

Vorwurf falsch

Es sei dem Vorstand ein Bedürfnis, alle Mitglieder zu den in letzter Zeit öffentlich diskutierten Fragen direkt und umfassend zu informieren. «Die häppchenweise Berichterstattung im ‹Schweizer Bauer› – aufgeteilt in 14 Artikel seit dem 14. Februar – ist nicht in unserem Sinn», heisst es. Mutterkuh Schweiz bezieht sich dabei auf die finanzielle Unterstützung des Projekts Baltic Grassland Beef (BGB), welche von mehreren Mitgliedern öffentlich als Aufbau von Konkurrenten im Ausland kritisiert wurde.

Der Vorstand bezeichnet den Vorwurf, Mutterkuh Schweiz würde in irgendeiner Weise mit Importen die eigenen Produkte konkurrenzieren, als «falsch» und weist ihn «entschieden» zurück. BGB werde hauptsächlich von Coop finanziert. Mutterkuh Schweiz beteilige sich als Zeichen der Partnerschaft und im Interesse der Mitsprache. «Das Projekt wurde 2011 gestartet, und es wurden 36'000 Fr. (2011), 34'000 Fr. (2012) und 32'000 Fr. (2013) eingesetzt», heisst es weiter. Der Vorstand wolle aber unnötige Diskussionen verhindern und habe deshalb entschieden, ab 2014 auf ein finanzielles Engagement zu verzichten.

Fragen von "Schweizer Bauer" werden nicht beantwortet

Der «Schweizer Bauer» hat auf diesen Newsletter hin Mutterkuh Schweiz mit weiterhin offenen Fragen konfrontiert, welche zu beantworten Präsident Corsin Farrér aber nicht bereit war. So bleibt offen, ob der Vorstand die Beiträge ans BGB-Projekt je ad hoc bewilligt hat oder ob diese im Rahmen eines Pauschalbudgetpostens ausbezahlt wurden. 

Auch die Frage, ob bereits vor 2011 Beiträge an das seit 2005 laufende Vorläuferprojekt Estonian-ACB-Vianco flossen, bleibt ungeklärt. Und es bleibt offen, ob und in welchem Umfang Mutterkuh Schweiz ein ähnliches Projekt in Rumänien mitfinanziert. Fakt ist: Im öffentlich einsehbaren Vianco-Geschäftsbericht 2012/2013 ist die Rede davon, dass Vianco mit Unterstützung von Mutterkuh Schweiz beim Aufbau einer Vereinigung der Mutterkuhhalter in Rumänien mithilft.

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