31.08.2017 16:11
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wallis
Wurden die Kampfkühe geklaut?
Im Simplongebiet werden seit 14 Tagen zwei Eringerkühe vermisst. Die beiden Tiere sind spurlos verschwunden. Die Besitzer vermuten, dass «Bambi» und «Clairon» geklaut wurden.

Eigentlich sollten die 6 Eringer-Tiere von Claudio und Yvo Kalbermatter aus Stalden VS auf der Alp Waira-Zwischenbergen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Italien entfernt, einen schönen Sommer verbringen.

Die drei Jungtiere und die drei trächtige Eringerkühe werden zusammen mit 40 Fleckviehkühen und 30 Rindern auf der Alp gesömmert. Die Milch wird verkäst. «Bambi» und «Clairon» verbringen Tag und Nacht im Freien, täglich kontrolliert ein Hirte, ob alles in Ordnung ist.

Sehr zutraulich

Dies war aber am 16. August nicht mehr der Fall. Denn die beiden Kühen sind seither unauffindbar. Ihre Zutraulichkeit dürfte ihnen zum Verhängnis geworden sein. «Ihnen können sich auch Fremde ohne Weiteres nähern. Im Gegensatz zur dritten Eringerkuh und zu den Kälbern, die vor Fremden scheuen», sagt Yvo Kalbermatter gegenüber dem «Walliser Bote».

Seither wird alles unternommen, um die beiden zu finden. Hirten, Jäger und Wildhut konnten jedoch nichts entdecken. Auch über die sozialen Medien wird nach den Eringerkühen gesucht. Dass sie zu Tode gestürzt sind, schliessen die Besitzer aus. «Das würde Wildtiere wie den Fuchs und Kolkraben anlocken und wir könnten so die Kadaver orten», erklärt Yvo Kalbermatter.

Gute Kampfkühe

Für die Besitzer «Bambi» und «Clairon» hat der Verlust finanzielle Folgen. «Die Tiere sind versichert gegen Abstürze oder Blitzschläge, nicht aber gegen Diebstahl», sagt Yvo Kalbermatter. Der materielle Schaden in Form des Fleischwerts beträgt einige tausend Franken.

Schwerer wiegt der Verlust als Kampfkuh. «Die elfjährige Clairon war bei Stechfesten in Raron zweimal in den Rängen klassiert, die zur Teilnahme am Kuhkampf in Aproz berechtigen», so Kalbermatter. Der vierjährigen «Bambi» wird gar noch grösseres Potenzial zugeschrieben. Sie trägt Gene von «Suprise» in sich. Diese war in Aproz nahe am Königinnen-Titel.

Diebstahl vermutet

Yvo Kalbermatter hegt den Verdacht, dass die Tiere gestohlen worden sind. Möglich sei, dass man die handzahmen Tiere mit dem Halftern bis zu den Alpstallungen geführt habe und sie dort in einen Transporter verladen habe. Möglich sei auch ein Diebstahl über die grüne Grenze, ähnlich dem Fall mit den Saaser Mutten vor wenigen Jahren.

Kalbermatters sind die Alp auch von der italienischen Seite hochgewandert – ohne Erfolg. Nun haben sie in Brig und Domodossola (I) eine Strafanzeige eingereicht. Die Schweizer Polizei will nun die Videobilder am Grenzübergang nach Viehtransportern überprüfen. 

Bitte teilu: Wir vermissen seit dem 16. August 2 Eringerkühe. Sie hören auf den Namen Clairon umd Bambi. Sie wurden auf...

Posted by Angela Kalbermatter on Montag, 28. August 2017
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