14.04.2017 17:12
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Luzern
Fremde Schweine verkauft
Ein Schweine-Mäster stand vor dem Kriminalgericht Luzern. Er hatte Tiere verkauft, die ihm nicht gehörten.

Ein Luzerner Mäster verkaufte Schweine die ihm nicht gehörten. Nun ist er vom Kriminalgericht Luzern wegen Veruntreuung verurteilt worden, schreibt 20minuten.ch. Er werde mit einer bedingten Geldstrafe von 300 Tagessätzen à 120 Franken bestraft.

Der Staatsanwaltschaft beantragte ein Strafmass von zwölf Monaten. Das Gericht wandelte die geforderte bedingte Freiheitsstrafe in eine bedingte Geldstrafe um. Es begründet die Umwandlung damit, dass der Mann nicht vorbestraft sei.

Der Beschuldigte verpflichtete sich im Jahr  2011 für eine Firma, gegen Bezahlung Schweine zu mästen und schlachtreif abzuliefern. Die Tiere waren Eigentum des Unternehmens. Der Angeklagte erhielt über 800 Schweine, davon lieferte er 250 Tiere gemäss Vertrag wieder ab.

Summe beträgt 67000 Franken

Später kündigte der Landwirt den Vertrag mit der Firma und verkaufte ungefähr 540 Schweine an einen Händler. Nachdem er die Hälfte der Tiere dem Händler abgeliefert hatte, schritt die Justiz auf Antrag der Eigentümerin ein. Der Deliktsbetrag beträgt ungefähr 67000 Franken.

Das Gericht gehe davon aus, dass sich der Beschuldigte der vertraglichen Pflichten bewusst gewesen ist, schreibt 20minuten weiter. Der Mäster steckte zur damaligen Zeit in grossen finanziellen Schwierigkeiten. Offenbar habe er keinen anderen Ausweg gesehen, um seinen eigenen Schweinemastbetrieb zu retten, stellt das Gericht fest. 

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