12.04.2020 17:38
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
Ostern
Das Huhn als Symbol für Kraft und Weisheit
Seit Jahrtausenden dienen Hühner dem Menschen als Nutz- und Haustier. Sie gehören zu den ältesten Darstellungen in der Kunst

In der Schweiz werden rund 3,1 Millionen Legehühner gehalten. In zwei Prozent (198) aller Betriebe werden 62%  von ihnen gehalten. Die Höchstbestandsverordnung erlaubt maximal 18000 Legehennen pro Betrieb für die Produktion von Bodenhaltungs oder Freilandeiern. Für Biobetriebe ist dies auf 4'000 Tiere beschränkt.

Der Bio-Anteil liegt zurzeit bei rund 18 Prozent. Diese legen rund 1'000 Millionen Eier jährlich. Bei einer Lebensleistung von rund 320 Eiern heisst das, dass ein Huhn rund ein Jahr alt wird. Als Folge davon braucht es jedes Jahr 3,5 Millionen neue Küken.

500 Mäster für Micarna

Rund 500 Bauern mästen schweizweit für Micarna Poulets. Bis diese jedoch im Alter von höchstens 24 bis 36 Stunden auf den Bauernhöfen der Vertragspartner eintreffen, braucht es viele einzelne Puzzleteile, damit Elterntiere Eier legen und aus diesen Küken schlüpfen können. In Sierre VS wurde vor einem Jahr ein Elternzuchtbetrieb mit rund 50'000 Elterntieren in vier neuen Hallen – pro Halle etwa 11'500 Hennen und 1'000 Hähne, in Betrieb genommen.

Jede dieser Hallen ist mit zwei Wintergärten ausgestattet, womit sichergestellt ist, dass jedes Tier Zugang zu einem solchen hat. Nebst den Wintergärten sorgen die 40'000 Quadratmeter Fläche und grosszügig angelegte Legenester dafür, dass die Hühner in Sierre etwa 40 Prozent mehr Platz haben als ihre Artgenossen in vergleichbaren Produktionsbetrieben in Europa, die die Schweiz bisher belieferten. 

Zweimal wöchentlich werden frische Eier nach Avenches VD transportiert, wo sie  spätestens einen Tag nach Ankunft in die ebenfalls  neue Brüterei gelangen. Diese Anlage ersetzt eine ältere Brüterei im waadtländischen Granges-Marnand. Hier sollen jährlich bis zu 25 Millionen Küken schlüpfen. Elternbetriebe in der Schweiz sind selten, Brütereien jedoch gibt es zahlreiche.

Viel Futter nötig

90 Prozent aller Hühner haben Zugang zu einem Wintergarten. Über drei  Viertel können ins Freie. Batteriehaltung ist in der Schweiz schon 30 Jahre verboten.

Hühner fressen grundsätzlich Fette und Proteine pflanzlicher und tierischer Herkunft. An Schweizer Hühner dürfen jedoch keine tierischen Futtermittel verfüttert werden. Mehr als 123 Gramm Futter bringt nichts ausser höheren Kosten.

Es gibt weder mehr Zuwachs, noch legen Hennen mehr oder grössere Eier.  Ein Huhn nimmt pro Tag etwa 250 ml Wasser auf. Eine enorme Menge, setzt man den Wasserbedarf mit Grösse und Körpergewicht eines Huhns in Relation. Denn ein 70 Kilogramm schwerer Mensch würde demnach jeden Tag sieben Liter Wasser und rund 3,5 Kilogramm Nahrung zu sich nehmen müssen, wäre er ein Huhn.


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