18.07.2018 07:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Landwirtschaft
Demeter: 2025 50% hofeigenes Futter
Die bio-dynamischen Bauern von Demeter verschärfen ihre Futter-Richtlinien für Nicht-Wiederkäufer. Sie wollen damit die Weichen in Richtung Selbstversorgung und transparente Futterherkunft stellen. Verboten wird das Kükentöten und das Hennen-Vergasen.

Ab 2019 muss bei der Fütterung von Nicht-Wiederkäuern (Monogastriden), sprich Schweinen und Geflügel, 10 Prozent des Futters vom eigenen Hof stammen. Dies entschied die Hauptversammlung von Demeter laut Medienmitteilung. Ab 2020 muss zudem 20 Prozent des Futters und ab 2025 50 Prozent aus Inland-Produktion stammen.

Wenn Futter nicht auf dem eigenen Hof produziert werden kann, müssen die betroffenen Betriebe Kooperationen eingehen, aus der eine bio-dynamische Inland-Produktion resultiert. "Mit dieser Fütterungspraxis geht der Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft Schweiz schweizweit einen ersten Schritt Richtung transparenter inländischer Futterherkunft", schreibt Demeter. 

Ab 2019 ist das Küken-Töten bei Demeter generell verboten. Zudem wird neu in den Demeter-Richtlinien verankert, dass ausgestallte Legehennen geschlachtet und als Lebens- oder Futtermittel weiterverarbeitet werden müssen. Damit sollen keine Hennen mehr vergast werden.

Im Verein fand auch eine Ersatzwahl statt. Nach 11 Jahren im Vorstand, davon 6 Jahre als Präsidentin, wurde Marianne Haeni verabschiedet. Neu wird Simon Schmutz vom Hof Wagenburg den Vorstand führen.

Der Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft wurde 1937 gegründet. Er zählt aktuell 303 Höfe als aktive Mitglieder und rund 200 Passivmitglieder. Biodynamisch erzeugte Produkte gelangen unter dem Label Demeter in den Handel. Der Schweizerische Demeter Verband schützt und fördert das Demeter-Label. Er ist ein Zusammenschluss aller Beteiligten von der Produktion über die Verarbeitung und den Handel bis zum Konsumenten.


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