17.03.2014 08:24
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Eier: Frankreich wieder Nummer 1 in EU
In Frankreich sind im vergangenen Jahr rund 15,2 Milliarden Eier produziert worden. Damit nehmen die französischen Legehennenhalter im europäischen Vergleich wieder den Spitzenplatz ein, den sie vor zwei Jahren infolge des Verbots der klassischen Käfighaltung in der EU an Deutschland hatten abgeben müssen.

„Wir sind sogar auf ein Produktionsniveau zurückgekehrt, das über dem liegt, welches wir zu Beginn der 2000er Jahre erreicht hatten“, erklärte der Präsident des nationalen Ausschusses für die Absatzförderung von Eiern (CNPO), Philippe Juven. Für die Branche handelt es sich nach seinen Worten fast um eine Rückkehr zur Normalität nach der Umstellung auf ausgestaltete Käfige am 1. Januar 2012, die eine Eierknappheit und einen starken Preisanstieg im selben Jahr nach sich gezogen hatte.

Aufgrund der damals hohen Preise sind von den Eierproduzenten neue Stallgebäude errichtet worden, die nach Einschätzung der Interprofession „leicht überdimensioniert“ sind. „Heute haben wir ein strukturelles Problem in Form einer leichten Überproduktion“, erklärte Juven. Aber nun seien die Gebäude da. Künftig komme es darauf an, „sehr präsent“ im Export zu sein. CNPO-Generalsekretärin Cécile Riffard ergänzte, dass die Überproduktion keine negativen Effekte auf die französische Eierwirtschaft gehabt habe. Vielmehr sei 2013 die Ausfuhr von Schaleneiern und Eiprodukten gegenüber dem Vorjahr um 10 % gestiegen.

„Die Exporteure haben neue Marktanteile gewonnen, weil sie wettbewerbsfähig sind“, betonte Riffard. Gleichzeitig sei der Import von Schaleneiern und Eiprodukten im Jahresvergleich um ein Viertel zurückgegangen. Die Generalsekretärin wies zudem darauf hin, dass die Interprofession aktuell auf eine vom Pariser Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie warte, die ein Bild der französischen Eierproduktion nach der Umstellung 2012 zeichnen solle. „Wir haben bereits eine Vergrösserung der Betriebe festgestellt“, erklärte Riffard. Die traditionellen Erzeugerregionen wie die Bretagne und der Südosten hätten sich gehalten und andere, die in der Nähe zu starken Nachfrageregionen wie die Pays de la Loire lägen, hätten sich entwickelt.

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