9.05.2018 09:20
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Ernährung
«Eier machen schön und schlank»
An der Frühlingsmesse BEA in Bern steht das Ei im Mittelpunkt. Dieses bietet viele Vorteile für die menschliche Ernährung.

Das Bilden eines Eis dauert rund 24 Stunden. Eine kurze Zeit, gemessen an den Inhaltsstoffen, die ein Hühner-Ei enthält. Beim Start der Ei-Bildung ist der Dotter aber bereits fertig, dieser wächst schon rund 10 Tage zuvor. Das Ei wird gerne als Nährstoffbombe bezeichnet, wobei der hauptsächliche Nährstoffträger der Dotter ist. 

Viel Protein und Kalzium


Bekannt sind Eier unter anderem für den hohen Wert ihres Proteins. Dies liegt laut der Geflügelzeitung an der idealen Zusammensetzung der Aminosäuren. Etwas weniger bekannt ist, dass das Ei sehr viel Kalzium enthält, eine Eigenschaft, die man normalerweise vor allem der Milch zuschreibt. 

Hinzu kommen unter anderem die Spurenelemente Jod und Selen, Antioxidantien sowie Omega-3-Fettsäuren und zahlreiche Vitamine. So kann ein Ei den Tagesbedarf an den Vitaminen A, D und E zu 15 bis 20 Prozent decken. Längst überholt sind die früheren Theorien, dass ein hoher Eier-Konsum zur Cholesterin-Gefahr führen können.

Keine generelle Obergrenze des Eierkonsums

Wieso gehört das Ei zu einer bewussten Ernährung dazu?
Matthias Pulfer: Eier machen schön, schlau und schlank. Sie liefern ein sehr hochwertiges Eiweiss, ideal für den Muskelaufbau und den Erhalt der Muskelmasse. Ausserdem enthalten sie 12 der 13 lebenswichtigen Vitamine, alle ausser Vitamin C. Besonders hoch ist der Anteil der Vitamine D und B12. Nicht zuletzt erzielen Eier einen guten Sättigungseffekt und gehören deshalb auf den Menuplan, wenn man abnehmen will.

Das Ei hatte zeitweise wegen des Cholesterins einen schlechten Ruf. Wie sieht das heute aus?
Wissenschaftlich lässt sich keine generelle Obergrenze des Eierkonsums begründen. Das zeigen verschiedene Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Selbst ein regelmässiger Konsum wirkt sich nicht merklich auf den Cholesterinspiegel im Blut aus. Die falsche Information hält sich jedoch so hartnäckig wie der hohe Eisengehalt von Spinat. Zu zeigen, dass Eier gesund sind, ist ein Ziel der Sonderschau.

An der BEA in Bern widmet sich eine Sonderschau dem Ei. Was sind die weiteren Ziele der Berner Eierproduzenten hinter diesem Auftritt und was ist Ihr persönliches Ausstellungs-Highlight?
Das Ziel ist, einen Einblick zu geben in die professionelle Legehennen-Haltung und das Ei als faszinierendes, natürliches und vielseitig verwendbares Lebensmittel zu zeigen. So wurde ein Stall mit Volière und Aussenklimabereich eingerichtet und in der Riesenpfanne können jeden Tag feine Eier-Gerichte degustiert werden.

Matthias Pulfer ist Eierproduzent aus Thörishaus und war bis im April 2018 Präsident des Vereins Eierproduzenten Bern und angrenzende Gebiete EIBAG und Mitglied des vierköpfigen Projektteams für die Sonderschau "Das Schweizer Ei ist das Grösste". Die EIBAG ist eine Sektion von GalloSuisse, der Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten.

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