8.03.2015 07:18
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Freihandel würde Tierwohl bei Eierproduktion bedrohen
Die Beibehaltung der bestehenden Importzölle für Schaleneier und Eiprodukte aus Drittländern sind für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die hohen Standards der EU-Eiererzeugung von zentraler Bedeutung.

Darauf hat am vergangenen Donnerstag der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) aufmerksam gemacht und dabei auf eine Studie des Agrarökonomen Peter  van  Horne vom Landbauökonomischen Institut (LEI) der Universität Wageningen verwiesen. In der wissenschaftlichen Untersuchung „Competitiveness of the EU egg sector“ wird belegt, dass die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards in der Gemeinschaft zu signifikant höheren Erzeugungskosten als in Drittländern führen, in denen die Legehennen noch standardmäßig in den EU-weit seit Anfang 2012 verbotenen konventionellen Käfigen gehalten werden.

Bei einer Senkung oder gar einem Wegfall der Importzölle drohten die EU-Standards durch Billigimporte aus Drittländern ausgehöhlt zu werden. „Das wäre definitiv nicht im Sinne des Tierschutzes und des deutschen Verbrauchers; ein Unterwandern unserer hohen europäischen Standards darf nicht sein“, stellte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE) und ZDG-Vizepräsident Günter  Scheper, klar. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Verhandlungen zu bilateralen Handelsabkommen mit Nicht-EU-Ländern zeige die Studie, dass Importzölle für die europäische und deutsche Eierwirtschaft unverzichtbar seien.

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