26.04.2020 07:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Geflügel: Schutzimpfung ist wichtig
In der Geflügelproduktion haben Schutzimpfungen einen hohen Stellenwert. Der Bundesverband für Tiergesundheit rät in Zeiten der Corona-Krise den Betriebsleitern, die regulären Impfungen der Tierbestände sorgfältig zu planen.

Schutzimpfungen haben in der Geflügelproduktion einen hohen Stellenwert für die Tiergesundheit, können aber ohne begleitende Massnahmen wie Hygiene oder Biosicherheit nicht alle Probleme im Bestand lösen. Darauf hat der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) am vergangenen Donnerstag hingewiesen und hervorgehoben, dass Impfungen der Prophylaxe und Bekämpfung von Infektions- und Zoonoseerregern sowie von Tierseuchen dienten. Deshalb gebe die europäische Gesetzgebung der Krankheitsvorbeugung auch den Vorrang vor therapeutischen Behandlungen.

Der BfT rät in Zeiten der Corona-Krise den Betriebsleitern dazu, die regulären Impfungen der Tierbestände sorgfältig zu planen, damit diese von den Impfteams unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzmassnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 auch korrekt durchgeführt werden könnten. Oft stünden nämlich aktuell weniger helfende Hände zur Verfügung als gewohnt.

Impfstrategie anwenden

Der BfT wies darauf hin, dass Impfungen allein allerdings nicht automatisch einen hundertprozentigen Schutz gegen Krankheiten böten. Der zu erzielende Impfschutz unterscheide sich nach Tierart und Infektion. Aber auch die Art und Weise der Impfung und Impfstoffapplikation hätten einen Einfluss auf die Wirksamkeit, erläuterte der Bundesverband der führenden Hersteller von Tierarzneimitteln, Diagnostika und Futterzusatzstoffen. Entscheidend sei zudem, geeignete Impfstrategien anzuwenden.

Auch müssten Geflügelherden auf ihre Impffähigkeit getestet werden. Eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Impfschutz ist laut BfT, dass die Tiere gesund und frei von Parasiten sind. Von Bedeutung sei ausserdem der richtige Zeitpunkt der Impfung. Gegen frühe Infektionen würden beispielsweise schon die Küken im Ei geschützt. Zusammenfassend gelte für den Impfschutz in Geflügelherden, dass die Impfprophylaxe allein nicht ausreichend sei, Bestandsprobleme zu lösen. Weitere Faktoren wie Fütterung, Haltung, Hygiene und Biosicherheit müssten deshalb beachtet und einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.  

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE