24.01.2019 08:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Irland
Geflügelfarmer wollen höhere Preise
Höhere Preise für Geflügelfleisch und Eier hat der Geflügelpräsident des irischen Bauernverbandes (IFA), Andy Boylan, angemahnt. Er appellierte am vergangene Woche an alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette, die zuletzt gestiegenen Produktionskosten zu honorieren.

Die Farmer produzierten Geflügel und Eier nach den Qualitätsrichtlinien der Absatzorganisation Bord Bia und gewährleisteten so die höchsten Qualitätsstandards. Daneben liege ein starker Fokus auf einer nachhaltigen Entwicklung. 

„Ohne eine adäquate Bezahlung können die Landwirte nicht länger Geflügel und Eier produzieren“, so Boylan. Er wies darauf hin, dass im Jahr 2017 global gesehen Geflügelfleisch Schweinefleisch als das am meisten konsumierte Fleisch überholt habe und dessen gesundheitlicher Nutzen gegenüber anderen Fleischsorten allgemein anerkannt sei. Der IFA-Geflügelpräsident stellte zudem klar, dass die irischen Farmer weiterhin Geflügel produzieren und ihre Erzeugung ausweiten wollten, um die Nachfrage erfüllen zu können. 

Jedoch benötigten sie dafür die entsprechenden Erlöse. Die Futterkosten seien 2018 „dramatisch“ gestiegen. Hinzu kämen Aufwendungen für Energie und der Arbeitslohn sowie allgemeine Betriebskosten. Der IFA-Geflügelpräsident rief den Detailhandel dazu auf, die tatsächlichen Kosten einer nachhaltigen Geflügelhaltung anzuerkennen und „fortlaufende Rabattgewährung und Sonderangebote für Geflügelprodukte“ zu beenden. 

Die Produzenten forderten dringend ein Treffen, um die derzeit geltenden Vereinbarungen, die für eine Dauer von drei Jahren verhandelt worden seien, nachzuverhandeln.

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