28.05.2018 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Hasler
Bern
Label für Bio-Weide-Eier lanciert
Katrin Portmann hat zusammen mit ihrer Familie das Label «Bio-Weide-Ei» lanciert. Die Eier von rund 300 Hühnern werden hauptsächlich in Coop und Landi verkauft. Nun sucht sie weitere interessierte Produzenten.

Hühner auf der Weide in frischem Gras, aufmerksam scharrend und genügsam gackernd. Das ist keine TV-Werbung, sondern die aktuelle Situation auf dem Betrieb von Katrin Portmann und Hannes Moser im bernischen Trimstein.

Die Familie hat sich für ihren Bio-Betrieb auf Herbst 2017 einen mobilen Hühnerstall gebaut. «Die auf dem Markt erhältlichen Modelle waren uns zu teuer», sagt Katrin Portmann. Der mobile Stall ist  aus Holz konstruiert, rund 14 Meter lang und kann gut 300 Hühner beherbergen. Im Innern des Stalls haben die beiden eine gebrauchte Voliere mit Futterkette und Kotband eingebaut und zur Eierentnahme Abrollnester mit Entnahmeband montiert. Die Konstruktion macht einen sehr zweckmässigen Eindruck. 

Bio-Produzenten gesucht

Die Vermarktung von Familie Moser Portmann macht aber das Projekt richtig interessant: Sie haben das Label «Bio-Weide-Ei» lanciert und auch mit dem eigenen Logo als Wort-Bild-Marke schützen lassen. 

Die Vermarktung hat zusammen mit Coop begonnen und soll auch ausgebaut werden. «Wir suchen Bio-Produzenten, die unter dieser Marke Bio-Weide-Eier regional vermarkten möchten», erzählt Katrin Portmann. «Mit der Marke wollen wir dem Konsumenten auf einen Blick die Vorzüge unseres Produktes zeigen», erklärt sie weiter.

Ein Pflichtenheft im eigentlichen Sinne gebe es nicht. Der Grundsatz sei die mobile Weidehaltung der Bio-Legehennen. Von Anfang an dabei war der Grossverteiler Coop. Der Detailhändler zahlt der Familie pro Ei 60 Rappen. 

Die Produktionskosten pro Ei belaufen sich laut Katrin Portmann auf rund 46 Rappen pro Stück. Dann müssen die Eier noch verpackt und geliefert werden. «Für den mobilen Stall berechnen wir Investitionskosten von 60000 Franken ein», so Portmann. Zudem sei auch der Aufwand für die Lebensmittelsicherheit nicht zu unterschätzen. 

Verein gründen

Katrin Portmann kann die Eier ab Hof, in der Landi und in Coop-Filialen liefern. Kleinere Übermengen setzt sie über den Grosshandel ab. Auch für die Zukunft steht schon ein Plan bereit: Portmann möchte einen Verein gründen, um das «Bio-Weide-Ei» in den jeweiligen Regionen weiter professionell zu vermarkten.

«Wir suchen interessierte Landwirte für den Verein. Gerne möchten wir auch einen Tag der offenen Tür zum Thema ‹Bio-Weide-Ei› veranstalten», erklärt Katrin Portmann. Sie steht voll und ganz hinter der Haltung ihrer Hühner. Denn der Stundenlohn stimme, der Arbeitsaufwand sehr gut bewältigbar und die Haltung und die Vermarktung seien sehr befriedigend.  

www.bio-weide-ei.ch

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