12.06.2014 17:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Waadt
VD: 700 Stück Rassegeflügel getötet
In der Waadt sind gegen 700 Stück Rassegeflügel getötet worden. Die Hühner, Gänse, Fasane, Enten und weiteren Hühnervögel waren illegal importiert worden und standen im Verdacht, mit dem Erreger der Newcastle-Krankheit infiziert zu sein, einer für Geflügel hoch ansteckenden Seuche.

Ein Geflügelzüchter war vor einigen Wochen in der Region Vallorbe VD von einer Grenzschutzpatrouille erwischt worden, als er über 200 Hühnervögel illegal in die Schweiz einführen wollte, wie Kantonstierarzt Giovanni Peduto am Donnerstag sagte. Die Vögel waren offenbar für den Zuchtbetrieb des Mannes bestimmt.

Bei Analysen seien bei den Vögeln Antikörper der Newcastle-Krankheit entdeckt worden. Die Analysen seien in der Folge auch auf den übrigen Bestand des Züchters ausgedehnt worden und ebenfalls positiv ausgefallen. Gemäss der nationalen Strategie zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit wurden die Tiere getötet und verbrannt.

Die Schweiz gilt als frei von der Newcastle-Krankheit, obwohl im vergangenen Jahr drei Fälle in den Kantonen Neuenburg und Genf aufgetreten sind. Der Kantonstierarzt warnte davor, dass die für Menschen ungefährliche Krankheit durch illegale Importe eingeschleppt werden könnte. Die zuständige Zollkreisdirektion hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des illegalen Imports zu klären. Beim fehlbaren Züchter wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet. Er muss mit einer saftigen Busse rechnen.

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