Mittwoch, 30. November 2022
14.10.2012 06:59
Österreich

Auch Österreichs Eierproduzenten sehen sich massiv benachteiligt

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: AgE

Die österreichischen Eierproduzenten sehen sich im europäischen Wettbewerb massiv benachteiligt. Denn insgesamt 13 EU-Länder seien noch immer nicht aus der Legehennen- käfighaltung ausgestiegen.

Oberösterreichs Agrarlandesrat Max  Hiegelsberger  und der Obmann der oberösterreichischen Geflügelbauern, Franz  Karlhuber, kritisierten anlässlich des Welt-Ei-Tages am 12. Oktober, dass sich die Legehennenhalter in anderen EU-Mitgliedstaaten nicht an die geltenden Produktionsspielregeln hielten. Der damit verbundene Preisdruck von ausländischen "Billig-Eiern" aus zweifelhafter Haltung und Herkunft sowie immer höhere Futtermittelkosten brächten die Versorgung Österreichs mit heimischen Eiern in Gefahr, monierten Hiegelsberger und Karlhuber.

"Unsere Eierproduzenten sind zu Recht verärgert, wenn sich andere EU-Staaten nicht an die geltenden Spielregeln halten. Immerhin werden in der Union noch immer geschätzte 40 Millionen Legehennen in illegalen Käfigen gehalten“, so die beiden Bauernvertreter.

Insgesamt 13 EU-Länder seien trotz abgelaufener Frist noch immer nicht aus der Legehennenkäfighaltung ausgestiegen. Zwar habe die EU-Kommission gegen diese Staaten ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet; Konsequenzen für die Mitgliedstaaten und die dortigen Produzenten ließen aber auf sich warten, beklagten Hiegelsberger und Karlhuber. Indes hätten Österreichs Landwirte mehr als 100 Mio Euro in eine tiergerechte Haltung von Legehennen investiert. Dazu würden die aktuell hohen Futtermittelpreise kommen.

Hieglesberger und Karlhuber sehen deshalb insbesondere Handlungsbedarf an der Preisfront. Angesichts der ständig steigenden Futtermittelpreise sei die Eierproduktion ohne eine Erhöhung der Erzeugerpreise um 2 Cent pro Ei nicht mehr rentabel. Darüber hinaus bekräftigten die beiden Bauernvertreter ihre Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht auch für Produkte, in denen Eier verarbeitet sind. Österreichs Eierjahresproduktion belief sich zuletzt sich auf rund 1,6 Milliarden Stück. Etwa 680 Millionen Eier davon wurden über den Einzelhandel oder direkt ab Hof vermarktet.

Mehr zum Thema
Geflügel

Die Trutenhaltung ist in der Schweiz lediglich eine Nische.lid Die Nachfrage und damit die Produktion von Trutenfleisch hat in den letzten Jahren stetig etwas zugenommen – die ganzen Truthähne für…

Geflügel

Der Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel soll vermieden werden.Ramona Riedener Momentan fliegen viele Wasservögel zur Überwinterung in die Schweiz ein. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt deshalb sämtlichen Geflügelhaltern,…

Geflügel

Bis vergangenen März mussten die Brütereien nachweisen, dass sie auf das Verbot der Praxis zum Jahresende vorbereitet sind und die Voraussetzungen für die Geschlechtsbestimmung im Ei schaffen, alternativ kann auf…

Geflügel

Künftig sollen die Gelder bereits bei Beginn einer geplanten Keulung und nicht erst an deren Ende an die Landwirte gezahlt werden.zvg Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) will den heimischen Geflügelhaltern mehr…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE